68-jähriger Bergsteiger stirbt am Jubiläumsgrat – Polizei nennt Ursache
- Der Jubiläumsgrat ist eine hochalpine Tour. (Archivbild)
- Foto: Angelika Warmuth/dpa
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Garmisch-Partenkirchen. Nach dem tödlichen Absturz eines 68 Jahre alten Bergsteigers am Jubiläumsgrat geht die Polizei an der Zugspitze von einem Unfall aus. Hinweise auf Fremdverschulden oder eine Beteiligung Dritter gebe es nach den bisherigen Ermittlungen nicht.
Der Mann aus dem Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg war im Laufe des 31. Juli auf der anspruchsvollen Grattour von Deutschlands höchstem Gipfel in Richtung Alpspitze verunglückt. Angehörige meldeten ihn am Samstag, 1. August, als vermisst. Daraufhin startete die Alpinpolizei eine Suchaktion.
Die Suche im Hochgebirge gestaltete sich nach Angaben der Ermittler schwierig. Die Einsatzkräfte lokalisierten zunächst das Auto des Vermissten. Sein Handy konnte demnach nicht geortet werden. Ein Polizeibergführer erklärte, eine Absuche im Gebirge sei wegen zahlreicher Rinnen und Schuttbänder besonders herausfordernd.
Am Sonntag, 2. August, entdeckten zwei andere Bergsteiger den Körper des Mannes zwischen Biwakschachtel und Vollkarspitze rund 50 Höhenmeter unterhalb des Grates. Ein Notarzt stellte anschließend den Tod fest.
Jubiläumsgrat gilt als hoch anspruchsvolle Tour
Der Jubiläumsgrat führt von der Zugspitze auf 2962 Metern über den Hochblassen zur Alpspitze. Die Tour ist teils mit Drahtseilen versichert, über weite Strecken aber ungesichert und stark ausgesetzt. Selbst erfahrene und konditionsstarke Bergsportler benötigen ohne Pausen rund neun Stunden.
Der auch „Jubigrat“ genannte Grat zählt zu den bekanntesten alpinen Touren in Deutschland. Nach Einschätzung des Deutschen Alpenvereins ist die Route nur für erfahrene Bergsteiger geeignet. Nötig seien alpine Erfahrung, sicheres Bewegen im Fels und auf Rollsplitt sowie Ausdauer für viele Stunden im Absturzgelände. Im Sommer müsse die Bergwacht dort immer wieder Menschen wegen Überforderung retten. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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