Zwei Oscars auf einmal: Diese ARTE-ZDF-Filme haben gewonnen

"Sentimental Value": Die Schwestern Nora (Renate Reinsve) und Agnes (Ibsdotter Lilleaas) trösten sich gegenseitig. | Foto: ZDF, Foto: Kasper Tuxen
  • "Sentimental Value": Die Schwestern Nora (Renate Reinsve) und Agnes (Ibsdotter Lilleaas) trösten sich gegenseitig.
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Preisverleihung. Wenn bei den Oscars gleich zwei Produktionen aus derselben TV-Familie abräumen, bleibt das hängen: Bei der 98. Oscar-Verleihung am Sonntag, 15. März, in Los Angeles, haben gleich zwei ZDF/ARTE-Koproduktionen gewonnen – das Drama Sentimental Value und der Dokumentarfilm Ein Nobody gegen Putin.

ZDF-Programmdirektorin Dr. Nadine Bilke ordnet den Doppelerfolg so ein: "Zwei Produktionen aus der ZDF-Familie erhalten einen Oscar, die renommierteste Auszeichnung der internationalen Filmbranche. Dies ist ein eindrucksvoller Beleg für die erfolgreiche Zusammenarbeit von ZDF und ARTE mit unseren europäischen Koproduktionspartnern und zeigt, welche Qualität das europäische Kino durch starke Kooperationen entfalten kann."

Das Oscar-Drama: Familie, Erinnerungen und ein Film, der alles aufwühlt

Sentimental Value (Norwegen, Schweden, Dänemark, Frankreich, Deutschland 2025; Regie: Joachim Trier) gewinnt den Oscar als "Bester internationaler Film". Die Geschichte: Nora und ihre Schwester lösen nach dem Tod ihrer Mutter das Elternhaus auf. Dann taucht Vater Gustav wieder auf, zu dem der Kontakt abgebrochen war. Er will als Regisseur zurückkommen und bittet Nora, die ein Star des norwegischen Schauspiels ist, die Hauptrolle in seinem neuen autobiografischen Projekt zu übernehmen. Doch Nora weigert sich, Gustav wieder in ihr Leben zu lassen. In den Hauptrollen spielen Renate Reinsve, Stellan Skarsgård und Elle Fanning. Regisseur ist Joachim Trier. Er schrieb gemeinsam mit Eskil Vogt das Buch.

Der Oscar-Dokumentarfilm: Ein Lehrer, Propaganda und wachsende Zweifel

Der ZDF/ARTE-Dokumentarfilm Ein Nobody gegen Putin (Dänemark 2025; Regie: David Borenstein und Pawel Talankin) gewinnt als "Bester Dokumentarfilm". Der Film zeigt auf humorvolle, aber auch erschütternde Weise, wie das Leben in Russland heute ist und wie eine ganze Generation beeinflusst wird. Im Zentrum steht Pawel Talankin, der als Lehrer an einer Schule in seiner Heimatstadt Karabasch mit Beginn des russischen Angriffskriegs den Auftrag bekommt, patriotische Veranstaltungen zu organisieren und zu dokumentieren – während seine Zweifel und Skrupel stärker werden.

Insgesamt traten mit Sentimental Value, dem Roadmovie Sirāt (Regie: Óliver Laxe) und Ein Nobody gegen Putin drei ZDF/ARTE-Koproduktionen in zwölf Kategorien im diesjährigen Rennen um den Oscar an. [red]

Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Autor:

Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern

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