phoenix persönlich: Verena Pausder über Bürokratie und Mut zur Wende
- Verena Pausder spricht bei „phoenix persönlich" über Bürokratie, Innovation und die Stimmung im Land.
- Foto: Celt Studio/stock.adobe.com
- hochgeladen von Wochenblatt Redaktion
phoenix persönlich. Verena Pausder bringt in der neuen Ausgabe klare Sätze mit, und sie klingen nach Aufbruch statt Abwarten. In dem Gespräch mit Anke Plättner fordert die Unternehmerin, Gründerin und Vorstandsvorsitzende des Startup-Verbandes weniger Bürokratie, mehr Vertrauen in Innovation und einen Mentalitätswandel in Deutschland.
Für Pausder haben gerade schwierige Zeiten eine doppelte Seite, und sie formuliert das sehr zugespitzt: „Jetzt haben wir die Wahl: Verwalten wir den Untergang oder greifen wir noch mal an?" Gleichzeitig stört sie die verbreitete negative Grundstimmung, weil sie das Land ausbremse.
phoenix persönlich: Darum geht es im Gespräch
Pausder sagt: „Ich habe das Gefühl, dass wir uns darauf verständigt haben, dass wir es nicht mehr können." Dagegen setzt sie die Idee, wieder stärker über gelungene Beispiele zu sprechen, statt sich in Pessimismus einzurichten. Ein Schwerpunkt liegt auf den Hürden für junge Unternehmen. „Die wären sehr froh, wenn sie in den ersten Jahren einfach mal in Ruhe gelassen werden", sagt Pausder über Bürokratie, die aus ihrer Sicht viel Energie bindet.
Weniger Abhängigkeit, mehr Verantwortung
Auch beim Thema Digitalisierung und Bildung sieht Pausder Nachholbedarf, warnt aber vor einer Haltung, die alles allein vom Staat erwartet. „Perfekt wäre es, wenn der Staat liefert - aber wir müssen uns auch selbst in die Verantwortung nehmen", sagt sie. Am Ende läuft ihr Appell auf mehr Mut hinaus, sowohl in der Politik als auch bei Kapitalgebern, damit Deutschlands Innovationskraft wieder mehr Rückenwind bekommt. „Jetzt haben wir die Wahl: Verwalten wir den Untergang oder greifen wir noch mal an?" [red]
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |