Opernstart in Bregenz: „La traviata“ feiert Premiere
- Bis Ende August werden auf der Seebühne rund 200.000 Besucher erwartet.
- Foto: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa
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Bregenz. Wer für diesen Sommer noch Karten für die Seebühne sucht, geht in Bregenz meist leer aus: Die Vorstellungen von „La traviata“ sind seit Monaten ausverkauft.
Am heutigen Mittwoch startet mit Giuseppe Verdis Oper die 80. Ausgabe der Bregenzer Festspiele. Die Produktion erzählt die Geschichte der Kurtisane Violetta, die zwischen Liebe und gesellschaftlichen Erwartungen steht. Gesungen wird auf Italienisch. Für das Publikum werden die Texte auf Bildschirmen übersetzt.
Monumentales Bühnenbild auf dem Bodensee
Prägend ist in diesem Jahr eine riesige zersplitterte Spiegelwand. Nach Angaben der Festspiele umfasst die Konstruktion rund 700 Quadratmeter Spiegelfläche aus 86 Elementen. Große Teile davon sind beweglich und dienen zugleich als Projektionsfläche.
Bis Ende August erwarten die Veranstalter auf der Seebühne rund 188.000 Besucher bei 28 Aufführungen. Pro Abend verfolgen etwa 6.700 Menschen die Oper unter freiem Himmel. Hinter den Kulissen arbeiten Dutzende Mitarbeiter daran, dass die Aufführungen auch bei Wind, Regen oder Gewitter planmäßig ablaufen.
Seebühne ist weltweit bekannt
Die Seebühne wird nach jeder zweijährigen Spielserie fast vollständig zurückgebaut und für die nächste Produktion neu errichtet. In den vergangenen beiden Spielzeiten war dort „Der Freischütz“ zu sehen.
International bekannt ist die Bühne auch über die Oper hinaus. Für den Bond-Film „Ein Quantum Trost“ diente sie 2008 als Kulisse. Im selben Jahr wurde sie während der Fußball-Europameisterschaft zudem als TV-Studio genutzt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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