Kurt-Magnus-Preis: Dritter Preis für hr-Journalistin Mia von Hirsch
- Mia von Hirsch.
- Foto: HR Hessischer Rundfunk
- hochgeladen von Wochenblatt Redaktion
Mia von Hirsch hat beim Kurt-Magnus-Preis der ARD den dritten Preis geholt. Die Auszeichnung geht an die hr-Journalistin für ihre Vielseitigkeit, ihre analytische Schärfe und ihren Blick für gesellschaftlich relevante Themen.
Von Hirsch arbeitet beim Hessischen Rundfunk im crossmedialen Reporterteam „X-Lab“, in der Kultur-Unit sowie zeitweise im ARD-Studio Los Angeles und beim hr-Auslandsdesk. Seit ihrem crossmedialen Volontariat im hr von 2021 bis 2023 setzt sie diese Arbeit auch in der aktuellen hessischen Regionalberichterstattung fort.
Was die Jury an Mia von Hirsch hervorhebt
In der Begründung nennt die Jury vor allem ihre Haltung im Gespräch mit Menschen und ihre Art, Themen zu erzählen. „Mia von Hirsch verbindet kritische Distanz mit großer Empathie. Sie stellt die richtigen Fragen, hört genau zu und erzählt ihre Geschichten so, dass sie berühren, aufklären und Debatten anstoßen“, so die Jury.
Zuletzt baute sie ihr Profil im investigativen Journalismus weiter aus. Genannt werden unter anderem Recherchen zu umstrittenen Schmerzspezialisten aus dem Rhein-Main-Gebiet, zu den Strukturen der Öko-Sekte „Lebe gesund“ in Hessen und zu einem anonymen Samenspender aus Mittelhessen, dessen zahlreiche Nachkommen sich unwissentlich begegnen.
Wie sie Menschen nahekommt, ohne die Distanz zu verlieren
Als Stärke gilt außerdem, dass von Hirsch das Vertrauen ihrer Protagonisten gewinnt, ohne Haltung und journalistische Genauigkeit zu verlieren. Ihre Arbeit reicht dabei von Geschichten über Flutgeschädigte und Wohnungslose am Frankfurter Flughafen bis hin zu jungen Jüdinnen und Juden in Hessen sowie suchtkranken Menschen.
Auch die Programmdirektorin des Saarländischen Rundfunks Sonja von Struve greift genau diesen Punkt in ihrer Laudatio auf. „Radio kann Menschen eine Stimme geben. Menschen, die man sonst vielleicht nicht hören würde, die nicht so laut sind, wie andere. Und genau das kann Mia von Hirsch ganz besonders toll“, sagt von Struve.
Weitere Preise und Dotierungen im Überblick
Der Kurt-Magnus-Preis zeichnet junge Journalistinnen und Journalisten aus, die im Audiobereich arbeiten. Neben dem dritten Preis für von Hirsch vergibt die ARD in diesem Jahr weitere Auszeichnungen, darunter den ersten Preis an Selin „Selly“ Kahya vom rbb und den zweiten Preis an Rebecca Barth vom WDR.
Von Hirsch erhält den dritten Preis gemeinsam mit Luisa Meyer vom Deutschlandradio, beide sind mit jeweils 4000 Euro dotiert. „Man merke in ihren Interviews, dass sie die Fähigkeit habe, nah an die Menschen heranzukommen, sodass sie das Mikrofon gar nicht mehr wahrnehmen und offen und ungeschönt erzählen, was sie beschäftigt und wer sie sind“, so von Struve. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |