Katholikentag: Alabali Radovan über Partnerschaften im globalen Süden

Reem Alabali Radovan spricht am Rande des Katholikentags über die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Partnerschaften mit Ländern des globalen Südens künftig aussehen sollen. | Foto:  StockPhotoPro/stock.adobe.com
  • Reem Alabali Radovan spricht am Rande des Katholikentags über die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Partnerschaften mit Ländern des globalen Südens künftig aussehen sollen.
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Nachrichten. Deutschland braucht nach den Worten von Reem Alabali Radovan verlässliche Partnerschaften mit Ländern des globalen Südens, auch aus Sicherheitsinteresse. Die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sprach darüber am Rande des 104. Katholikentags in Würzburg im Interview bei phoenix.

Alabali Radovan betonte, Deutschland habe „viele Partnerländer im globalen Süden, die ganz unterschiedlich aufgestellt sind.” Entsprechend müsse die Entwicklungszusammenarbeit je nach Bedarf und deutschem Interesse „wirklich strategisch fokussieren.”

Entwicklungszusammenarbeit: Kredite statt klassischer Hilfe?

Für einige Länder kündigte die SPD-Politikerin eine veränderte Form der Zusammenarbeit an. Mit Indien, Südafrika und Brasilien solle Deutschland künftig nur noch „über Kredite zusammenarbeiten, weil diese ihre Entwicklung mittlerweile zum großen Teil selber finanzieren könnten”, so Alabali Radovan. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass nicht alle Partnerländer gleich behandelt werden können. Der Ansatz solle sich daran orientieren, was vor Ort gebraucht wird und wie Deutschland die Zusammenarbeit strategisch ausrichtet.

NGOs und konfessionelle Akteure als „Grundpfeiler”

In der Entwicklungszusammenarbeit spielen für Alabali Radovan auch NGOs sowie zivilgesellschaftliche und konfessionelle Akteure eine zentrale Rolle. Sie seien „seit über 60 Jahren deutscher Entwicklungszusammenarbeit wirklich ein Grundpfeiler.” Gerade in Krisen und Konflikten erreichten diese Organisationen häufig noch Menschen vor Ort, „wenn eigentlich niemand mehr da ist.” Deshalb sei es auch ein politisches Signal, in der Entwicklungszusammenarbeit nicht zu sparen, sondern die Ausgaben auf stabilem Niveau zu halten.

Katholikentag: Warum Verlässlichkeit als Sicherheitsfrage gilt

„Wir arbeiten daran, dass wir uns eben nicht zurückziehen. Deutschland ist weiterhin ein großer Geber internationaler Entwicklungszusammenarbeit”, sagte Alabali Radovan. Wichtig sei, „dass Deutschland eben verlässlich bleibt”, weil diese Partnerschaften gebraucht würden und auch im deutschen Sicherheitsinteresse liegen.

Dazu zählte sie auch die Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen sowie mit Partnern vor Ort. Ein wesentlicher Bestandteil für die wirtschaftliche Zusammenarbeit sei zudem die Kombination aus öffentlichen und privaten Mitteln. [red]

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Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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