„37°Leben“: Was bleibt, wenn Gewalt aus dem Nichts kommt
- „37°Leben“ im ZDF erzählt von zwei Menschen, die nach unerwarteter Gewalt ihren Alltag neu sortieren müssen. Zu sehen am Sonntagmorgen im TV.
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TV-Tipp. Es gibt diese Momente, die völlig aus dem Nichts kommen – und danach ist nichts mehr wie vorher: In „37°Leben“ geht es um Menschen, die unerwartete, grundlose Gewalt erleben und danach irgendwie weiterleben müssen.
Am Sonntag, 22. März, um 9.03 Uhr zeigt das ZDF die Folge „Leben nach der Gewalt“ und erzählt zwei Fälle, die genau das greifbar machen: Was passiert, wenn der Körper heilt, aber der Alltag trotzdem nicht zurückkommt? Annabelle (33) wird in Mainz nach einem Stadtfest schwer verletzt, als eine Person eine halbvollen Bierflasche in ihre Gruppe wirft. Das Glas durchtrennt eine Sehne in ihrem Fuß, wochenlang kann sie nicht laufen. Trotz OP, Aufenthalt in einem Schmerz-Zentrum und Physiotherapie bleiben bis heute chronische Schmerzen, sogar langes Stehen wird zur Belastung. Am Ende gibt sie ihre Selbstständigkeit als Friseurmeisterin auf, und selbst bei ihrer Arbeit als Schauspielerin an der Oper bleibt die Sorge, ob das körperlich geht. Annabelle sagt: „Es hat sich in meinem Leben seit der Tat wirklich alles verändert.“
Markus und Annabelle: Zwei Angriffe, zwei neue Leben
Auch Markus (32) trifft es nachts an einer Tankstelle in Wuppertal: Eine Gruppe junger Männer schlägt ihn fast tot, schlägt ihn zu Boden und tritt auf seinen Kopf ein. Beide Kiefer brechen, tagelang ist er auf einem Auge blind. Ihm wird klar, dass er dort genauso gut hätte sterben können. Markus stellt sein Leben neu auf und will Träume wahr machen – einer davon: Tätowierer werden. Die Folge landet damit bei einer Frage, die viele umtreibt: Wie baut man Alltag, Arbeit und Vertrauen wieder auf, wenn der Einschnitt so groß ist wie bei Annabelle mit ihren chronischen Schmerzen und bei Markus nach dem Angriff an der Wuppertaler Tankstelle? [red]
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |