Einer der Helden von damals: Wilhelm Müller
Von Musik geprägt

Wilhelm Müller beim Konzert im Schloss im Jahr 1968.
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  • Wilhelm Müller beim Konzert im Schloss im Jahr 1968.
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Bruchsal. Wilhelm Müller ist einer der „Helden von damals“. Seit 50 Jahren gehört die MuKs zu seinem Leben. Noch heute spielt er im Bruchsaler Instrumentalensemble für Alte Musik. Aus Anlass des 50. MuKs-Jubiläums im Mai sammelt das „Wochenblatt“ Statements, heute das von Wilhelm Müller.

Mit der MuKs
verbinde ich...

...rund 50 Jahre meines Lebens. Als Mitwirkender des Instrumentalensembles für Alte Musik ( bei Gründung 1966 überwiegend Schüler der Realschule ) erlebte ich mit, wie dessen Leiter und Gründer, Eduard Ludwig, 1969 für diese schon mehrfach auch in Frankreich und Wales musizierende Gruppe eine Vereinsgründung anstrebte.

Daraufhin ergriff Heinz Heckmann, damals für den Landkreis für Schulen verantwortlich, die Initiative zur Gründung einer Musikschule e.V., in die das Instrumentalensemble einbezogen werden sollte. Herr Freudenberger, Musiklehrer am JKG, hatte schon zuvor Herrn Heckmann bedrängt, eine Musikschule in Bruchsal ins Leben zu rufen.

Ich war Mitglied der Gründungsversammlung des neuen Vereins, zu dessen Vorstand die Herren Heinz Heckmann als Vorsitzender, OB Dr. Adolf Bieringer, Dr. Hans Gilg, Bernhard Oberle, Eduard Ludwig als zukünftiger Leiter der Jugendmusikschule e.V. und ich selbst gewählt wurden. Ich übernahm in den ersten Jahren als ehrenamtlicher Geschäftsführer die kaufmännischen Arbeiten des jungen Vereins. Ich berechnete die Gehälter der neuen Lehrkräfte und erledigte die Buchführung.

Es war für mich eine Freude mitzuerleben, welch großen Anklang die Schule gleich zu Beginn fand. Bereits nach zwei Monaten kamen schon über 400 lernwillige Musikschüler zum Unterricht.
Ich selbst zählte ebenfalls als Erwachsener zu den ersten Schülern und erhielt von Wilfried Siebe, Oboist beim Staatstheater Karlsruhe und einer der Lehrkräfte der ersten Stunde, Oboenunterricht. Später nahm ich auch noch Unterricht mit dem Fagott. Fast 40 Jahre musizierte ich im Sinfonieorchester Bruchsal 1837 und bis heute spiele ich mit Pommer und Dulcian, den Vorläufern von Oboe und Fagott, im Instrumentalensembles für Alte Musik und treffe mich regelmäßig zum Proben in der MuKs.
Meine zwei Kinder genossen während der ganzen Vor- und Schulzeit den Musikunterricht in verschiedenen Fächern der MuKs und erhielten dort prägende Grundlagen für ihre jetzige Berufsausübung.

Eine besonders starke Bindung zur Musikschule ergab sich durch die Tätigkeit meiner Ehefrau Renate Müller. Von 1971 bis 2001 unterrichtete sie mit großem Engagement im Elementarbereich, gab Blockflötenunterricht und war später Fachbereichsleiterin für beide Fächer.
1979 schied ich aus dem Vorstand aus, wurde aber nach der Umwandlung der Schule vom e.V. in einen Zweckverband Kassierer des neuen Fördervereins der MuKs und später bis heute zusammen mit Helga Langrock Kassenprüfer.

Ohne MuKs...

...wäre mein und das Leben meiner Familie vermutlich anders verlaufen und nicht so stark von Musik geprägt. Außerdem hätten wir unzählige Konzerte und Vorspiele, zunächst noch im „Gangkreuz“ von St. Raphael, später in dem heute nicht mehr vorhandenen Siemensgebäude und jetzt im großen Haus der MuKs nicht miterlebt. Wir haben Theater- und Musicalaufführungen genossen und teilweise mitgewirkt. Wir waren von Wettbewerben und großartigen Musikschulfesten/ Erlebnistagen beeindruckt.

Der MuKs wünsche ich...

… dass sie bis in die ferne Zukunft junge und ältere Menschen für Musik und Kunst begeistern und ausbilden kann.
… dass sie ihr umfangreiches Angebot erhalten und ggf. ausweiten kann.
… dass weiterhin ihre pädagogischer- künstlerischer Bedeutung von den Kommunen durch finanzielle Unterstützung gewürdigt wird.
… dass die Wertschätzung der MuKs in der Bevölkerung erhalten bleibt und stetig wächst.
… dass der Förderkreis der MuKs weiter in der Lage ist, durch erhaltene Spenden und Beiträge die MuKs bei der Begabtenförderung, Instrumentenbeschaffung und besonderen Aktionen finanziell zu unterstützen.

Wilhelm Müller beim Konzert im Schloss im Jahr 1968.
Wilhelm Müller übt Oboe - und sein damals noch kleiner Sohn tut es ihm nach.
Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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