• 18. Mai 2018, 10:10 Uhr
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AWO Kreisverband Karlsruhe-Land e.V.
Vernissage zu "Eine Taube für Damaskus"

Melo Danze, Karam Abdullah, Angelika Nosal (v.l.n.r.)
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Melo Danze, Karam Abdullah, Angelika Nosal (v.l.n.r.) (Foto: Sebastian Emmert)

Bruchsal. Seit zwei Monaten war die Ausstellung „Eine Taube für Damaskus“ des syrischen Künstlers Karam Abdullah in den Räumen der Kreisgeschäftsstelle der AWO Karlsruhe-Land zu betrachten. Am Mittwoch, den 16. Mai lud die AWO nun zur offiziellen Vernissage.

Die Geschäftsführerin Angelika Nosal konnte dabei am späten Nachmittag unter den zahlreichen Gästen unter anderem Stadträtin Helga Langrock als Vertreterin der verhinderten Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick nebst Vertretern des Vereins „Kraichtal hilft!“, der Vorsitzenden des Seniorenrates Bruchsal Helga Jannakos und dem Kreisvorsitzenden der SPD Christian Holzer begrüßen. Ein ganz besonderer Gruß und Dank ihrerseits galt natürlich dem Künstler selbst. Karam Abdullah habe es geschafft, seine Erlebnisse und Gedanken in eindrucksvollen Bildern zu verarbeiten, durch die man nun hier im sicheren Deutschland einen direkten Eindruck erhält, dass Frieden und Sicherheit keine Selbstverständlichkeit sind. „Dass ein Künstler uns an seiner Kunst, an seinem Erlebten, teilhaben lässt ist ein wichtiger und großartiger Beitrag zur Verständigung. Wir hatten in den letzten Wochen, seit die Ausstellung hier bei uns hängt, schon viele Besucherinnen und Besucher, bis hin zu ganzen Schulklassen, für die dies allesamt beeindruckend war. Auch wenn es manches Mal sehr beklemmend ist, sich damit auseinanderzusetzen, so hilft die Kunst doch immer wieder, die Augen vor der Welt nicht zu verschließen, nein, Kunst öffnet oft auch erst die Augen für das, was um uns herum geschieht. Und dabei beurteilt oder verurteilt sie nicht – dies überlässt sie immer dem Betrachter“ so Nosal in ihrer Begrüßung. Den Worten der Geschäftsführerin schloss sich auch Melo Danze, Vorsitzender von Kraichtal hilft! e.V., an. Er betonte zusätzlich, dass ein gelebtes Miteinander in der heutigen Zeit wichtiger denn je sei.

Anschließend gab es bei kleinen Köstlichkeiten aus der hauseigenen AWO Küche (AWO Catering & Service) für die Gäste die Möglichkeit, sich eingehend mit den Bildern von Karam Abdullah auseinanderzusetzen und auch mit dem Künstler selbst ins Gespräch zu kommen.

Info:
Karam Abdullah ist einer der über 85.000 geflohenen Palästinenser aus Jarmuk in der Nähe von Damaskus. Er ist über die Türkei und den Balkan nach Deutschland geflohen und lebt derzeit in Kraichtal-Oberöwisheim in einer Anschlussunterbringung. Seit Kindesbeinen malt er Bilder, auf der Flucht gar mit Hilfe eines Zeichenprogramms auf seinem Handy. So ist mit der Ausstellung „Eine Taube für Damaskus“ ein beeindruckendes Zeitzeugnis entstanden, das in nur 40 Bildern die Geschichte eines Menschen zeigt, der unbeschreibliches erlebt hat – es aber dennoch schafft, das Unbeschreibliche in Bildern darzustellen. Beginnend mit 3 Bildern von Jarmuk, vor, während und nach den Kämpfen, endend mit der Taube für Damaskus, die den sehnlichen Wunsch nach Frieden für seine Heimat und die ganze Welt ausdrückt. Neben der Reihe „Eine Taube für Damaskus“ sind auch neue Werke entstanden, die er seit seiner Zeit in Deutschland geschaffen hat und nun noch bis 22. Juni in den Räumen der Geschäftsstelle der AWO Karlsruhe- Land besichtigt werden können. Eine Besichtigung ist - nach Absprache mit dem Empfang (07251-713010 oder empfang@awo-ka-land.de) - Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr möglich.

Melo Danze, Karam Abdullah, Angelika Nosal (v.l.n.r.)

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