Zweite Klimawerkstatt in Bad Dürkheim konkretisiert Zukunftsbilder
Ideen für eine klimafreundliche Stadt

Die Gruppe mit Schülern des WHG beschäftigte sich mit nachhaltigen Lebensstilen.
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Bad Dürkheim. Wie soll unser klimafreundliches und klimaangepasstes Bad Dürkheim im Jahr 2030 aussehen? Was müssen wir dafür in den kommenden Jahren auf den Weg bringen? Womit wollen wir anfangen? Und wer ist „wir“?

In einer sehr gut besuchten ersten Klima-Werkstatt hatten etwa 90 Bürgerinnen und Bürger verschiedener Altersgruppen gemeinsam Zukunftsbilder skizziert und erste Ideen für Aktivitäten abgeleitet. Nun hatten Bürgermeister Christoph Glogger und Baudezernent Gerd Ester zur zweiten Klima-Werkstatt in die Brunnenhalle eingeladen um die Ideen aus der ersten Klima-Werkstatt zu konkreten umsetzbaren Leitprojekten weiterzuentwickeln. Die ambitionierten und innovativen Projekte sollen Signalwirkung für Politik, Bürgerschaft und Wirtschaft haben und weitere Klimaschutzaktivitäten anstoßen.
Moderiert wurde die Veranstaltung von den beauftragten Büros B.A.U.M. Consult und Eigler & Partner.
Wieder waren um die neunzig Teilnehmer in die Brunnenhalle gekommen, um sich bei der Weiterentwicklung der fünf Themenfelder einzubringen.

Klimafreundlich Bauen und Sanieren

Zu den Vorschlägen aus der ersten Runde mit den Schwerpunkten Energie sparen, klimafreundliche Wohnquartiere als Pilotprojekte und Kesseltausch wurden ein Modellquartier im Bereich der Silz sowie eine zentrale Anlaufstelle zu allen Fragen rund um das Thema vorgeschlagen.

Energieeffizienz in der Wirtschaft

Einen Bedarfsaustausch von Energie durch Firmen im Gewerbegebiet Bruch schlug eine Gruppe vor, die sich zu dem Thema Energieeffizienz in der Wirtschaft zusammenfand. So könnte beispielsweise die Abwärme von Firmen genutzt werden, die einen Bedarf an Energie haben. Es wurden die Stadtwerke als Vermittler vorgeschlagen.

Zukunftsfähige lokale Energieerzeugung und Speicherung

Die Gruppe schlug vor eine Bürgerenergiegemeinschaft zu gründen, die in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken klimafreundliche erneuerbare Energien anbietet und in diese investiert. Beim Umbau des Pfalzmuseums für Naturkunde sollte die Erzeugung erneuerbarer Energie umgesetzt werden.

Erneuerbare Energien und Klimawandelanpassung

Sich dem Klimawandel schon mal anzupassen war das Gruppenthema bei dem zum Beispiel der Valentin-Ostertag-Schule eine Schlüsselrolle zukäme. Bei der Sanierung der Schule könnten Maßnahmen umgesetzt werden die dem Klimawandel geschuldet sind. Ein weiterer Vorschlag war die Bepflanzung der ehemaligen Tennisplätze im Kurpark mit Gemüse. Des Weiteren kam die Idee, 777 Bäume im Stadtgebiet zu pflanzen, ebensoviele Photovoltaikanlagen zu installieren und grüne Gärten entstehen zu lassen.

Nachhaltige und klimafreundliche Lebensstile

Intensiv setze sich die wohl jüngste Gruppe, besetzt mit Schülern des Werner-Heisenberg-Gymnasiums, mit klimafreundlichen Lebensstilen auseinander. Aus der Erfahrung heraus, immer wieder wegen der Bring- und Holdienste von Schülern durch ihre Eltern angefeindet zu werden, machten sie sich Gedanken über mögliche Fahrgemeinschaften, stärkere Nutzung des öffentlichen Busangebotes sowie Aufklärungsarbeit. Mit Umfragen und Infoveranstaltungen wollen sie Eltern und Schüler für das Thema sensibilisieren. Eine Klima-AG könnte ebenfalls dazu beitragen nachhaltiger zu leben.
Eine weitere Gruppe wünscht sich einen Unverpackt-Laden für die Kurstadt, um Verpackungsmüll zu reduzieren. mps

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