Flugsportverein feiert Flugplatz Deutsche Weinstraße
50 Jahre EDRF

Anflug von Westen auf den Flugplatz Deutsche Weinstraße in Bad Dürkheim. Foto: Flugsportverein
  • Anflug von Westen auf den Flugplatz Deutsche Weinstraße in Bad Dürkheim. Foto: Flugsportverein
  • hochgeladen von Franz Walter Mappes

Bad Dürkheim. „Zahme Vögel singen von Freiheit, wilde Vögel fliegen“ (John Lennon). So müssen wohl auch jene zehn Männer gedacht haben, als sie vor mehr als 50 Jahren ihrer Leidenschaft vom Fliegen auf dem Boden einen „Heimathafen“ schaffen wollten .Aus dem Traum wurde Wirklichkeiten und am 8. Juni 1968 konnte der Flugplatz „Deutsche Weinstraße“, mit der amtlichen Kennung „EDRF“, seiner Bestimmung übergeben werden.
Die Begeisterung für die Fliegerei ließ sie allerdings erst einmal den „Motorflugclub Birkenheide e. V.“ gründen. Doch schon bald stellte sich heraus, dass das ausgewählte Gelände nicht den Anforderungen entsprach.
In dem damaligen Bad Dürkheimer Bürgermeister Bernhard Mangold und dem Ersten Beigeordneten Fritz Keller fand man die nötige Unterstützung, um den Platz „In den Almen“ in Angriff zu nehmen. Die Stadt stellte ein sieben Hektar großes Gelände zur Verfügung, so dass die Umsiedlung von Birkenheide nach Bad Dürkheim erfolgen konnte. Aus dem „Motorflugclub Birkenheide“ wurde der „Flugsportverein Bad Dürkheim“.
Innerhalb eines Jahres wurde durch die Unterstützung vieler Menschen sowie einer amerikanischen Pioniereinheit, die mit einem Caterpillar das Gelände planierten, aus dem Ackerland ein ansehnliches Flugfeld.
Schon ein Jahr nach der Eröffnung wurde der Bad Dürkheimer Platz zum Etappenziel des seit 1911 durchgeführten Deutschlandflugs ausgewählt. Diesen Traditionswettbewerb flogen mit Erich Henninger und Roland Krapp mit einer „Champion FC“ erstmals zwei Piloten aus der Kurstadt mit.
Der Flugplatz in den Almen sah im Lauf der Jahre auch sehr viel Prominenz. Helmut Kohl nutzte gerne den Service und lud Staatsgäste aus aller Welt in die Pfalz ein. Von der „eisernen Lady“ Margaret Thatcher, dem russischen Präsidenten Boris Jelzin bis zum spanischen Königspaar landeten alle auf EDRF.
Aber auch Schauspieler, Entertainer, Rennfahrer und andere Prominente nutzten den Flugplatz, um ihrem eigentlichen Ziel recht nahe zu kommen.
Als Verkehrslandeplatz zählt EDRF zwischen 4.500 und 5.000 Flugbewegungen im Jahr. 43 Flugzeuge nennen den Flugplatz ihren Heimatflugplatz, davon sind vier vereinseigen. Überwiegend sind es Haltergemeinschaften, die ihre Maschinen im Dürkheimer Hangar stehen haben.
Der Verein zählt 150 Mitglieder, davon sind 90 aktiv, zehn Flugschüler und acht Fluglehrer. Ungefähr tausend Piloten wurden schon im Verein ausgebildet, davon sind mittlerweile 20 Berufspiloten, die große Verkehrsflugzeuge steuern.
Am 9. und 10. Juni erwartet man zwischen 2.500 und 3.000 Besucher beim Flugplatzfest. Ein attraktives Programm verspricht Unterhaltung für die ganze Familie.

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