Vortrag im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde
Frauen und die Revolution von 1918 in Kaiserslautern

Kaiserslautern. „Frauen und die Revolution von 1918 in Kaiserslautern“ lautet der Vortrag des Historikers Dr. Christian Könne am Mittwoch, 5. September, um 19 Uhr im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, Benzinoring 6 (Eintritt frei).
Die Novemberrevolution von 1918 brachte auch für die Frauen Kaiserslauterns bedeutsame Veränderungen. Die Einführung des Wahlrechts war in politischer Hinsicht die bedeutsamste. Fortan waren die Wählerinnen wie Kandidatinnen für politische Ämter in Parlamenten. In Kaiserslautern waren Frauen nicht nur wahlberechtigt. Sie bildeten die im Vergleich zu den Männern größere Gruppe. Verschiedene Frauen der Stadt aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Milieus traten zu den Stadtratswahlen an und alle Kandidatinnen wurden gewählt. Damit betrug der Frauenanteil im städtischen Parlament in den 1920er Jahren nahezu zehn Prozent.
Zumindest für eine der Politikerinnen lässt sich neben ihrer parlamentarischen Arbeit in Kaiserslautern ein weitergehendes Engagement auf regionaler Ebene nachweisen. Der Vortrag zeigt dies auf; außerdem beleuchtet er die Rolle der Kaiserslauterer Frauen in der Revolution von 1918 und den nachfolgenden ersten Jahren der Republik im politischen und gesellschaftlichen Leben der Stadt. Er basiert auf Forschungen, die Lena Kreis, Jule Schürmann und Julia Weinberg, drei Schülerinnen des Leistungskurses Geschichte der zwölften Klasse des Hohenstaufen-Gymnasiums, zusammen mit ihrem Lehrer Könne angestellt haben. ps

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