Aufarbeitung der Missbrauchsvorwürfe
Seite aus dem Kassenbuch war eine Fälschung

Niederbronner Schwestern und Bistum Speyer wollen gemeinsam die Vorwürfe eines systematischen Missbrauchs von Heimkindern in den 60er und 70er Jahren in der Speyerer Engelsgasse aufarbeiten.
  • Niederbronner Schwestern und Bistum Speyer wollen gemeinsam die Vorwürfe eines systematischen Missbrauchs von Heimkindern in den 60er und 70er Jahren in der Speyerer Engelsgasse aufarbeiten.
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Speyer. Die Niederbronner Schwestern und das Bistum Speyer wollen die Missbrauchsvorwürfe rund um das Kinderheim in der Speyerer Engelsgasse gemeinsam aufarbeiten. Das kündigen  Generalvikar Andreas Sturm und Provinzoberin Schwester Barbara Geißinger in einem Interview in der Kirchenzeitung "Der Pilger" an.

Ein Mann, der in den 60er- und 70er Jahren in dem Heim in der Speyerer Engelsgasse lebte, hatte im Dezember öffentlich gemacht, Heimkinder seien in "Sex-Partys" damals systematisch und gegen Bezahlung von Geistlichen und Politikern missbraucht worden. Untermauern sollte das eine Kopie, die aus einem Kassenbuch des Kinderheims aus dem Jahr 1965 stammen sollte, und auf der mehrere Namen, darunter auch der von Prälat Rudolf Motzenbäcker, mit Zahlungen verzeichnet waren. Ein Schriftgutachten hat jetzt bewiesen: die Seite aus dem Kassenbuch ist eine Fälschung, die verwendete Schrift eine Computerschrift, die es erst seit 2004 gibt.

Gegen den  1998 verstorbenen Motzenbäcker lägen dem Bistum inzwischen Aussagen von vier Personen vor, die ihn unabhängig voneinander des sexuellen Missbrauchs bezichtigen. Eine unabhängige Aufarbeitungskommission des Bistums soll sich mit den Beschuldigungen gegen Prälat Motzenbäcker und den Vorgängen um das Kinderheim in der Engelsgasse befassen. Dabei soll auch geprüft werden, ob und inwieweit es Versäumnisse seit dem Bekanntwerden erster Vorwürfe im Jahr 2011 gegeben hat.

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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