Wohnprojektexperte aus Wien inspiriert und regt zum Nachdenken an
Gemeinschaftlich Wohnen in Speyer - viel Lebensqualität mit besonderen Herausforderungen

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Auf deutlich mehr Nachfrage als die 45 möglichen Plätze stieß die Veranstaltung zum Thema „gemeinschaftliche Wohnprojekte“ am 02.10.2020, zu der Unter einem Dach e.V. und die Initiative bunt.SP.echt Gemeinschaftlich Wohnen in Speyer eingeladen hatten.
Es wurde ein sehr anregender Abend, der viele Einblicke in den Alltag zweier bereits bestehender Wohnprojekte erlaubte. Zu einen berichtete Erich Kolenaty aus der Entstehungsgeschichte und dem Alltag im „Wohnprojekt Wien“ und zum anderen brachte Gisela Wissing vom „Generationenhof Landau“ ihre Erfahrungen aus mehr als einem Jahrzehnt „gemeinschaftlichem Wohnen und Leben“ ein.

Fotos privat / Foto oben v.l.: Dr. Klaus Schenck (Moderation), Gisela Wissing und Erich Kolenaty

Für alle Anwesenden wurde deutlich, welch besondere Vorteile diese zukunftsweisende Form des Wohnens und Arbeitens bieten kann – und auch, dass sie nicht für jeden das Richtige ist, wie beide ImpulsgeberInnen mehrfach betonten.
Gemeinschaft wirklich zu leben, bedeute ein lebenslanges Wachstuns-Programm für die eigene Persönlichkeit, betonte Gisela Wissing und sei zugleich das wirksamste und erbaulichste „Anti-Demenz-Training“ ergänzte Erich Kolenaty aus Wien.

Handfeste Vorteile im Alltag – junge Familien profitieren ganz besonders
Die ganz handfesten Vorteile einer funktionierenden Gemeinschaft blitzten fast nebenbei auf: das Teilen von Alltagsgegenständen, der private und öffentliche Carpool, gemeinsam genutzte Werkstatträume, die Bibliothek sowie die vielfältigen Begegnungsmöglichkeiten und konkrete Hilfe bei Bedarf – und alles auf kurzen Wegen und oftmals innerhalb von Minuten. Das Miteinander über Generationen hinweg schafft vor allem für jüngere Kinder und die Eltern spürbare Entlastung und Freiräume im Alltag, was beide „Wohnprojekt“-Experten anschaulich an den Beispielen aus dem „Corona-Alltag“ belegen konnten. So halfen sich die jungen Familien wechselseitig bei der Betreuung ihrer Kinder, egal ob KiTa oder Schule. Gemeinschaftsräume wurden verstärkt als „Hausaufgaben- und Indoor-Spielplätze“ genutzt, während die Eltern relativ entspannt im „Home-Office“ arbeiten konnten. Und die älteren WohnprojektlerInnen standen bei Bedarf als Lern- und Spielpartner bereit.

Pluspunkte für die Nachbarschaft und die Kommune
Neben der besonderen Lebensqualität innerhalb der Gemeinschaft können gerade größere gemeinschaftliche Wohnprojekte zahlreiche Vorteile für die Nachbarschaft und die Kommune als Ganzes eröffnen. Darauf wies die Initiative „bunt.SP.echt Zukunftsquartier Speyer am Ende des Abends nochmals ausdrücklich hin. Dabei geht es auch um die Bereitschaft, auch Menschen und Familien zu beheimaten, die auf dem „normalen Wohnungsmarkt“ nahezu keine Chance haben. Als Beispiele wurden genannt „betreute Wohngemeinschaften“, bezahlbarer Wohnraum für geflüchtete Familien sowie „Schutzwohnungen für Frauen“. Die Mitnutzung von Räumen (u.a. Gäste-Wohnungen) sowie die Kooperation mit landwirtschaftlichen Betrieben in der Region waren weitere Aspekte eines „Zukunftsquartiers“, das Antworten auf die Herausforderungen von heute und morgen liefern kann.
Die Initiative baut weiterhin auf die Zusagen aus der Stadtspitze, den Fraktionen sowie der Stadtverwaltung, dass das für diesen Herbst angekündigte Verfahren um die Grundstücksvergabe für das Normandsportplatz-Gelände bald in Gang kommt – trotz Corona.

Nächste Info-Veranstaltung zu „Gemeinschaftlich Wohnen in Speyer“, 05.11.2020
Die nächste Infoveranstaltung der Initiative „bunt.SP.echt – gemeinschaftlich Wohnen in Speyer“ findet am Do. 05.11.2020 von 18.30 bis 20.00 Uhr statt. Ort: Quartiersmensa, Speyer-West. Frühzeitige Anmeldung über info@zukunftsquartier-speyer.de wird empfohlen. Weitere Informationen, siehe auch www.zukunftsquartier-speyer.de

Autor:

Peter Bauer aus Speyer

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