Drohbrief gegen Synagoge in Speyer: Stadt verurteilt Tat
- Das unbekannte Pulver im Drohbrief wurde von Experten des Landeskriminalamtes als ungefährlicher Stoff identifiziert. (Symbolbild)
- Foto: David Inderlied/dpa
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Speyer. Für die Bevölkerung in Speyer gibt es nach Einschätzung des Landeskriminalamts derzeit keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung. Die Polizei ermittelt dennoch wegen eines Drohbriefs gegen die Synagoge und die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz.
Der Brief ging am Morgen des 16. Oktober per Post bei der Kultusgemeinde ein. Laut Polizei drohte der unbekannte Verfasser darin, die Synagoge in die Luft zu sprengen.
Unbekanntes Pulver war nicht gefährlich
Dem Schreiben lag zudem ein weißes, zunächst unbekanntes Pulver bei. Die Untersuchung ergab, dass davon keine Gefahr ausging. Fachleute des Landeskriminalamts prüften den Fall. Konkrete Hinweise auf eine aktuelle Gefährdung liegen nach Polizeiangaben nicht vor.
Stadt verurteilt Einschüchterungsversuch
Die Stadt Speyer verurteilte die Drohung scharf. Sie wertete den Vorfall als gezielten Einschüchterungsversuch gegen die jüdische Gemeinde und als Angriff auf das friedliche Zusammenleben in der Stadt. Speyer stehe an der Seite der Betroffenen und trete entschieden gegen Antisemitismus ein.
Speyer verwies dabei auf seine besondere Verantwortung als Teil der Schum-Stätten. Gemeinsam mit Mainz und Worms gehören die jüdischen Kulturstätten der drei Städte seit 2021 zum Unesco-Welterbe. Das Erbe zu bewahren bedeute auch, jüdisches Leben in der Gegenwart zu schützen und Antisemitismus entschieden entgegenzutreten. [dpa/red]
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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