Angebote am Dom zu Speyer und im Bistum Speyer
Tag des offenen Denkmals

Ansicht des Westbaus von Franz Iganz Neumann (1772-1778), Lithographie von Bachelier um 1840, gedruckt bei Lemercier in Paris.
  • Ansicht des Westbaus von Franz Iganz Neumann (1772-1778), Lithographie von Bachelier um 1840, gedruckt bei Lemercier in Paris.
  • Foto: Historisches Museum der Pfalz/Kurt Diehl
  • hochgeladen von Amanda Kollross

Speyer. Der Dombauverein lädt unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ am Sonntag, 9. September, zum Tag des offenen Denkmals an den Speyerer Dom ein. Von 12 bis 17 Uhr bieten Führungen, ein Vortrag und eine Bastelaktion für Kinder die Möglichkeit, auf Entdeckungsreise nach dem barocken Erbe des Doms zu gehen. Erstmals wird im Rahmen des Denkmaltages ein Gang durch den Dachstuhl des südlichen Seitenschiffs möglich sein. Über alle Angebote informiert der Dombauverein an einem Stand in der Vorhalle des Doms. Dort gibt es auch das neue Dombrot zu verkosten, das der Dombauverein zusammen mit der Bäckerei Görtz entwickelt hat und mit dessen Kauf man den Domerhalt unterstützen kann. Der Tag des offenen Denkmals findet bundesweit statt. Auf dem Gebiet der Diözese Speyer öffnen zahlreiche Denkmäler ihre Türen, darunter auch viele Kirchen. Von Blieskastel bis Weisenheim gibt es an vielen Orten im Saarland und der Pfalz die Möglichkeit, Kirchen, Klöster und Kapellen zu besuchen.

Aktionen und Vorträge am Denkmaltag im Dom zu Speyer

„Entdecken, was uns verbindet“, lautet die Überschrift des diesjährigen Tags des offenen Denkmals. Am Speyerer Dom gilt es, das Erbe Barockzeit zu entdecken. 1981 wurde – zeitgleich mit dem Speyerer Dom – die Würzburger Residenz auf die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen. Der barocke Prachtbau steht nicht nur in der Stadt, in der der ehemalige Generalvikar des Bistums Dr. Franz Jung seit kurzem das Bischofsamt bekleidet. Der Baumeister der Residenz, Balthasar Neumann, war auch für den Wiederaufbau des Speyerer Doms angefragt. Er hatte für die Speyerer Fürstbischöfe bereits am Schloss in Bruchsal mitgewirkt, als auch die Kirche St. Peter gebaut. Entworfen und ausgeführt hat die Maßnahmen am Dom dann sein Sohn Franz Ignaz Michael Neumann. Auch wenn man den Dom mit seinen strengen romanischen Formen eigentlich nicht mit der Barockzeit in Verbindung bringt, lassen sich dort doch bei näherem Hinsehen Spuren der Barockzeit finden. Erstmals wird es Besuchern ermöglicht, über den Gewölben des südlichen Seitenschiffs den Übergang vom in der Barockzeit wieder aufgebauten und dem romanischen Langhaus zu sehen. Immer zehn Personen haben ab 12 Uhr bis 16.30 Uhr halbstündlich Gelegenheit dazu, solch eine Führung mitzumachen. Die Tickets hierfür gibt es in der Vorhalle des Doms. Um 13 und 15 Uhr findet in der Krypta ein Vortrag zum Thema „Die (geplanten) Sicherungsmaßnahmen der Barockzeit“ statt. Dom- und Diözesankonservator Wolfgang Franz wird erläutern, wie der Dom beinahe ausgesehen hätte und welche Maßnahmen des Baumeisters Leonhard Stahl inzwischen wieder zurück genommen wurden. Um 14.30 Uhr bietet eine Führung um und durch den Dom die Gelegenheit, das verbliebene Erbe der Barockzeit zu entdecken, dabei führt ein Abstecher auch in die ansonsten nicht zugängliche Sakristei. Während des gesamten Nachmittags haben Kinder in der Vorhalle die Gelegenheit, den Glanz des 18. Jahrhunderts wieder zu beleben, indem sie kleine Kreuze mit Glitzersteinen bekleben. ps

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