45 Jahre Sinsheim, 35 Jahre Speyer – Technik, die begeistert

Das U-Boot U17 ist das neue Großexponat des Technik Museum Sinsheim. 
Seine aufwendige Überführung  - hier vom Naturhafen ins Technik Museum Speyer - wurde durch das Engagement der 
Museumsmitglieder möglich. | Foto: Cornelia Bauer
  • Das U-Boot U17 ist das neue Großexponat des Technik Museum Sinsheim.
    Seine aufwendige Überführung - hier vom Naturhafen ins Technik Museum Speyer - wurde durch das Engagement der
    Museumsmitglieder möglich.
  • Foto: Cornelia Bauer
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Speyer. Spektakuläre Flugzeuge auf Dächern, historische Lokomotiven, gigantische U-Boote oder Raumfahrttechnik zum Greifen nah. Die Technik Museen Sinsheim Speyer stehen seit Jahrzehnten für außergewöhnliche Erlebnisse und beeindruckende Exponate. Im Jahr 2026 feiern die beiden Häuser 45 Jahre Technik Museum Sinsheim und 35 Jahre Technik Museum Speyer. 

Es begann Anfang der 1980er-Jahre im Kraichgau, als Technikenthusiasten ihre privaten Sammlerstücke erstmals öffentlich präsentierten. Aus einer Idee beim Stammtisch wurde am 6. Mai 1981 mit der Eröffnung des Technik Museum Sinsheim Realität, getragen von Menschen, die ihre Begeisterung teilen wollten.

Die Gründung des Museumsvereins schuf dabei nicht nur eine organisatorische Struktur, sondern vor allem eine Gemeinschaft. Zehn Jahre später folgte der nächste große Schritt. Am 11. April 1991 eröffnete das Technik Museum Speyer seine Tore und führte die gemeinsame Vision weiter, getragen von derselben engagierten Gemeinschaft. Von Beginn an brachten Mitglieder ihr Wissen, ihre Kontakte, ihre Exponate und unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit ein.

Bis heute verstehen sich die Museen deshalb weniger als klassische Ausstellungshäuser, sondern als Plattform gemeinschaftlichen Engagements. „Viele Projekte wären ohne die Unterstützung unserer Mitglieder gar nicht möglich gewesen“, erinnert sich Museumspräsident Hermann Layher. „Ohne die Community wären wir nur ein Museum. Mit ihr sind wir eine lebendige Bewegung.“

Was einst klein begann, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einer einzigartigen Sammlung technischer Zeitgeschichte. Besonders sichtbar wird diese Entwicklung bei den aufwendigen Großtransporten, die längst zum Markenzeichen der Museen geworden sind. Da weder Sinsheim noch Speyer direkt an Bahnlinien oder Flughäfen angebunden sind, mussten Lokomotiven, Flugzeuge und andere Großexponate über Straßen, Flüsse und durch Städte, Dörfer und manchmal auch über Feldwege transportiert werden. Diese logistischen Meisterleistungen wurden durch Fachwissen, Teamarbeit und das außergewöhnliche Engagement vieler helfender Hände möglich.

Heute präsentieren die Technik Museen Sinsheim Speyer auf mehr als 200.000 Quadratmetern technische Innovationen aus nahezu allen Bereichen. Von klassischen Automobilen über Luftfahrt bis hin zu Europas größter Raumfahrtausstellung. Rund 7.500 Mitglieder aus aller Welt bilden das Fundament dieser Entwicklung. Für viele von ihnen sind die Museen längst mehr als ein Ausflugsziel: Sie sind Teil der eigenen Tradition und wie ein zweites Zuhause. „Bei uns ist man Teil einer großen Technikfamilie“, sagt Museumsleiter Andreas Hemmer.

Als Vereinsorganisation finanzieren sich die Museen durch Eintrittsgelder, Spenden und Mitgliedsbeiträge. Ein Modell, das seit Jahrzehnten zeigt, wie stark gemeinschaftliches Engagement wirken kann.

Internationale Aufmerksamkeit erlangten die Museen immer wieder durch spektakuläre Projekte wie etwa durch die Überschallflugzeuge Concorde oder Tupolev Tu-144 in Sinsheim, aber auch die Boeing 747 und der Raumgleiter Buran in Speyer wurden zu ikonischen Wahrzeichen und Symbolen technischer Faszination. Ein jüngstes Kapitel dieser Erfolgsgeschichte ist die Überführung des U-Boots U17 von Kiel über Speyer nach Sinsheim.

Das medienwirksame Projekt machte eindrucksvoll sichtbar, wie technische Visionen heute inszeniert werden und wie viele Menschen gemeinsam daran mitwirken. Dieses Projekt war beispielsweise nur durch die Zusammenarbeit und die Unterstützung der Community umsetzbar. Seit der Eröffnung Ende Mai 2025 besuchten rund 250.000 Besucher das neue Exponat.

Über das gesamte Jahr 2026 hinweg sind Aktionen geplant. Ein besonderes Highlight ist die neue und bereits fünfte Auflage des Großen Museumsbuchs. Auf 464 Seiten mit rund 950 Abbildungen präsentiert das zweisprachige Werk die bedeutendsten Exponate beider Standorte.

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Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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