Erinnerung an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September
Gedenkfeier auf der Air Base Ramstein

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RAMSTEIN-MIESENBACH. Mit einer eindrucksvollen und bewegenden Zeremonie hat das 86. Lufttransportgeschwader auf dem Flugplatz Ramstein am vergangenen Freitagnachmittag an den 20. Jahrestag der Anschläge vom 11. September und an die Tausenden von Opfern gedacht. Im Mittelpunkt standen die weit über 400 Feuerwehrleute, Polizeibeamten, Sanitäter und weiteren Helfer, die nach den Anschlägen auf das World Trade Center, das Pentagon und dem tödlichen Absturz des United Airlines Fluges 93 ihr Leben im Dienst ließen.

Um 15.43 Uhr, dem Zeitpunkt des Einschlags des ersten Flugzeuges in einen der Türme des World Trade Centers in New York, begann die Veranstaltung mit der Erinnerung an die Attentate und einem Gebet des muslimischen Geistlichen vom „Chaplain Corps“ der US-Streitkräfte. Als politische Vertreter von deutscher Seite nahmen Bürgermeister Ralf Hechler und Landrat Ralf Leßmeister an der Gedenkfeier teil. Zwischen dem Rednerpult und einer riesigen US-Flagge, die zwischen zwei Leiterwagen der Flugplatzfeuerwehr gespannt war, lagen 343 zusammengefaltete Feuerwehruniformen und Helme im Gras, in Erinnerung an die getöteten Kameraden infolge der Anschläge vom 11. September 2001.

Generalmajor Randall Reed, Befehlshaber der Dritten US-Luftwaffe, hielt eine bewegende Rede gefolgt von einem Gebet der Feuerwehrleute und dem Läuten der Glocke als Teil einer 200 Jahre alten Tradition, einer Kranzniederlegung und dem feierlichen Trompetensignal „Taps“ als Bestandteil des militärischen Trauerzeremoniells. Zuvor hallte die Melodie von „Amazing Grace“, gespielt von einem Dudelsackspieler über das Areal des Flugplatzes.

Generalmajor Reed erinnerte in seiner Ansprache an die persönlichen Schicksale einzelner Polizisten und Feuerwehrleute am Tag der Anschläge und fragte immer wieder „Wo waren Sie am 11. September 2001?“ Seine bleibende Erinnerung, so der General, sei das Bild eines New Yorker Feuerwehrmannes, der inmitten der Trümmer von „Ground Zero“ stand und die amerikanische Flagge aus den Trümmern an eine Hand über ihm weitergab. Das US-Militär habe die Flagge von den Ersthelfern übernommen und sie weitergeführt nach Afghanistan, wo sie den Unterdrückten Hoffnung auf ein besseres Leben gegeben habe. Während des längsten Krieges Amerikas habe man jedoch gewusst, dass die Flagge irgendwann nach Hause kommen würde. Rund 2.200 amerikanische Soldaten und hunderttausende Zivilisten hätten in dem 20jährigen Krieg in Afghanistan ihr Leben verloren.

Ende August hätten die US-Truppen ihren Abzug aus Afghanistan beendet inmitten chaotischer Szenen in Kabul und eines Terroranschlages durch einen Selbstmordattentäter, bei dem 13 US-Soldaten und Dutzende Afghanen getötet wurden. Aber, so Generalmajor Reed, die Flagge sei nach Haus gekommen, getragen von 122.000 Menschen, die aus Afghanistan geflohen sind. Mehr als 30.000 dieser Evakuierten wurden und werden in Ramstein vorübergehend untergebracht, bevor sie ein neues Leben in den USA beginnen könnten. Generalmajor Reed abschließend: „Sie sind Teil einer neuen Generation, die die Flagge als afghanische Amerikaner von hier aus weitertragen.“

Autor:

Stefan Layes aus Ramstein-Miesenbach

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