Sein Name bleibt für immer auf der Ruhbank
- In seinem Garten auf der Ruhbank fühlte sich Norbert Staller am wohlsten. Das Foto entstand an seinem 90. Geburtstag im September 2025.
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Mit Norbert Staller verliert der Stadtteil eine seiner bekanntesten Persönlichkeiten. Die Norbert-Staller-Arena erinnert künftig an einen Mann, der die Ruhbank wie kaum ein anderer prägte.
Von Erik Stegner
Pirmasens. „100 Jahre alt will ich schon werden“, sagte Norbert Staller an seinem 90. Geburtstag und lächelte. Wir unterhielten uns in seinem geliebten Garten auf der Ruhbank, sprachen über den Fußball, über seinen Verein, über seine Familie und darüber, was er noch alles vorhatte. Wer ihm begegnete, hatte nicht den Eindruck, einem 90-Jährigen gegenüberzusitzen. Dafür war er zu interessiert, zu aktiv, zu lebensfroh. Als ich mich verabschiedete, lachte er: „Spätestens in zehn Jahren sehen wir uns wieder.“ Es sollte anders kommen.
Acht Monate später ist Norbert Staller im Alter von 90 Jahren gestorben. Mit ihm verliert die Ruhbank einen Menschen, dessen Name über Jahrzehnte hinweg nahezu untrennbar mit dem Stadtteil verbunden war. Für viele war er der „Bürgermeister der Ruhbank“ – nicht, weil er jemals ein politisches Amt innehatte, sondern weil er wie kaum ein anderer Verantwortung übernahm, Menschen zusammenbrachte und sich kümmerte.
- Norbert Staller prägte den SV Ruhbank und den Stadtteil über Jahrzehnte wie kaum ein anderer. Nun ist der Ehrenpräsident im Alter von 90 Jahren gestorben.
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Staller prägt den SV Ruhbank über Jahrzehnte
Sein Leben war eng mit dem SV Ruhbank verbunden. Bereits am 1. Januar 1946 trat er dem Verein bei. Aus dem Jugendspieler wurde einer der prägenden Köpfe des Vereins – zunächst als Trainer, später als Präsident und schließlich als Ehrenpräsident. Mehr als vier Jahrzehnte stand er an der Spitze und wurde für viele Mitglieder zur Identifikationsfigur des SV Ruhbank.
Wer heute auf das Vereinsgelände blickt, sieht auch ein Stück seines Lebenswerks. Besonders deutlich wird das beim Kunstrasenplatz, dessen Bau Staller mit großem Einsatz vorantrieb. Für einen kleinen Stadtteilverein war das ein Kraftakt, der die Zukunft des SV Ruhbank sichern sollte. Sein Engagement reichte weit über die Ruhbank hinaus. Jahrzehntelang war er Staffelleiter, Klassenleiter und Vorsitzender des Fußballkreises Pirmasens-Zweibrücken. Für seine Verdienste erhielt er unter anderem die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz.
Staller bleibt nah bei Verein und Menschen
Doch wer Norbert Staller nur über seine Ämter beschreibt, wird ihm nicht gerecht. Er war vor allem ein Mensch, der seinen Verein und den Stadtteil lebte. Noch im hohen Alter war er bei Heimspielen regelmäßig anzutreffen. Am Spielfeldrand hatte er seinen festen Platz. Dort verfolgte er das Geschehen aufmerksam, freute sich über Siege und litt bei Niederlagen mit. Unaufgeregt, interessiert und immer ganz nah an den Menschen. Auch außerhalb des Fußballs war Staller auf der Ruhbank über Jahrzehnte eine treibende Kraft. Der frühere Oberbürgermeister Bernhard Matheis brachte seine Bedeutung einmal treffend auf den Punkt: „Wenn die Ruhbank ein Dorf wäre, dann wären Sie der Bürgermeister.“
Die Arena bewahrt sein Lebenswerk
Eine besondere Ehre durfte Norbert Staller noch selbst erleben. Zu seinem 90. Geburtstag benannte der SV Ruhbank seine Heimstätte in „Norbert-Staller-Arena“ um. Heute bekommt dieser Name eine neue Bedeutung. Norbert Staller wollte 100 Jahre alt werden. Diesen Wunsch konnte er sich nicht erfüllen. Sein Name aber wird bleiben. Dort, wo sein Lebenswerk entstanden ist: in der Norbert-Staller-Arena.
Die Trauerfeier für Norbert Staller findet am Freitag, 5. Juni, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof der Ruhbank statt – nur wenige Schritte von dem Ort entfernt, an dem er den größten Teil seines Lebens verbracht hat.
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
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