Kolumne von Andrea Kling
Schluss mit "Heiligkeit"

Der Schleier der Heiligkeit ist zerrissen. Was zu sehen ist, ist das Zerrbild einer ehrenwerten Männer-Gesellschaft, unter deren Teppich sich der Schmutz von Jahrzehnten türmt. Was jahrelang nicht wahr war, weil es nicht wahr sein durfte, dringt jetzt unbarmherzig an die Öffentlichkeit: Der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch katholische Priester.
Von Seiten der Kirchenoberen hat man eine Studie erstellen lassen, die vom Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Reinhard Kardinal Marx vorgestellt und kommentiert wurde. Er spricht dabei von „Scham und Entsetzen“. Allerdings wird das Ausmaß der Vergehen nicht vollständig dokumentiert, zu viele Vorfälle wurden stillschweigend unter besagten Teppich gekehrt. Allerdings reichen die offen gelegten Fakten, um in der Bevölkerung für Empörung zu sorgen.
Aber das war’s dann auch schon. An der Stellung der Geistlichkeit in der Öffentlichkeit wird sich in absehbarer Zeit nichts ändern. Nach wie vor gelten Priester (insbesondere in höheren Gehaltsklassen) bei den Gläubigen als eine Art „Stellvertreter Gottes auf Erden“. Dabei müsste jedem Normaldenkenden klar sein, auch Pfarrer, Bischöfe oder Kardinäle sind „nur“ Menschen mit Fehlern und Schwächen. Selbst der Papst ist kein „Heiliger Vater“! Andrea Kling

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