B10-Ausbau: Bürgerinitiative reagiert auf Kommentar der Grünen
- Verkehr auf der B10 bei Pirmasens
- Foto: Erik Stegner
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Südwestpfalz. Endlich ist es zwischen Land und Bund zu einer Einigung gekommen für die Planung des vierspurigen B10-Ausbaus zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein. Das Land arbeitet nun den sogenannten Vorentwurf aus, der die Grundlage für das kommende Baurecht bildet. Die Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Landtag, Katrin Eder, hat dazu Stellung bezogen.
„Die Grünen-Vorsitzende Katrin Eder bezeichnet den B10-Ausbau als ’Projekt der Vergangenheit’. Das kann hier in der Südwestpfalz niemand nachvollziehen“, so Erich Weiss, Vorstand der Bürgerinitiative „B10 4-Spuren jetzt eV“.
„Probleme haben sich doch nicht erledigt“
„Die Probleme, die der bislang nicht stattgefundene Ausbau der B10 auf der Strecke zwischen Hinterweidenthal und Landau verursacht hat, haben sich doch nicht erledigt. Ganz im Gegenteil, alleine bei Annweiler verursacht die Überlastung der Straße immer und immer wieder Schlagzeilen und der Ausweichverkehr bringt häufig in den Ortschaften Rinnthal bis Annweiler das örtliche Leben zum Stillstand. Die Grünen tragen durch ihre Regierungsmitverantwortung in den zurückliegenden 15 Jahren einen großen Anteil daran, dass der B10-Ausbau verzögert wurde und nicht vorankam. Damit haben sie den Anliegergemeinden einen Lärmschutz vorenthalten und den Verkehrsteilnehmern die mögliche Sicherheit, die getrennte Fahrbahnen bieten, vorenthalten. Hinzu kommt, dass die Baupreise gerade in dieser Zeit explodiert sind und der Bund nun für die Baumaßnahme viel mehr Geld aufwenden muss, als wenn vor 15 Jahren gebaut worden wäre“, kritisiert Erich Weiss.
Viele Vorteile sprechen für den Ausbau
„Ein gutes Argument, auf den Ausbau zu verzichten, hat Frau Eder nicht genannt, daher möchten wir noch einmal auf die Vorteile hinweisen, die auch der Natur und der Umwelt beim Ausbau zugute kommen:
1. Die Strecke Saarbrücken nach Karlsruhe ist über die B10 fast 40 Prozent kürzer als jede andere Straße, das spart Energie und mindert den schädlichen CO2-Ausstoß
2. Es werden Grünbrücken und Wildschutzzäune gebaut, das verhindert fast alle Wildunfälle, die für Tiere meistens tödlich ausgehen.
3. Die Anliegergemeinden erhalten einen wirksamen Lärmschutz.
4. Durch getrennte Fahrbahnen verringert sich die Gefahr der Frontal-Unfälle, die auf der zwei- oder dreistreifigen B10 häufig als tödliche Unfälle zu beklagen sind.
5. Auch die Elektro-Mobilität braucht Straßen und daher wird sich am Bedarf für die Mobilität im ländlichen Raum nichts verändern.
6. Der B10-Ausbau steht nicht im Wettbewerb mit dem Ausbau der Bahn auf der Queichtalstrecke, im Gegenteil, beide Verkehrsträger sind wichtig“, so Erich Weiss. (red)
Autor:Frank Schäfer aus Pirmasens |
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