Rheinland-Pfalz und Rheinhessen spüren es direkt: US-Zölle kosten Winzer Millionen
- Rieslingtrauben bei der Weinlese 2025. (Archivbild)
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In Düsseldorf zeigt sich für Winzer aus Rheinland Pfalz und anderen Anbaugebieten eine direkte Folge für Einkommen und Absatz. Hohe US-Zölle haben das wichtigste Auslandsgeschäft deutlich geschwächt.
Wie das Deutsche Weininstitut bei der Weinmesse Prowein in Düsseldorf am Montag, 16. März, mitteilte, sanken die Ausfuhren deutscher Weine in die USA im vergangenen Jahr um elf Prozent auf 118.000 Hektoliter. Die Vereinigten Staaten gelten als wichtigster Exportmarkt für Riesling und andere deutsche Rebsorten.
Zusätzlich belastend wirkten Preisnachlässe. Viele Betriebe senkten ihre Verkaufspreise, um die Zollbelastung für Importeure abzufedern. Der durchschnittliche Exportwert pro Liter ging um 41 Cent auf 4,43 Euro zurück.
In der Summe brach der Umsatz im US-Geschäft um 19 Prozent auf 51 Millionen Euro ein. Für europäische Weinimporte wurden ab Frühjahr 2025 zunächst 20 Prozent Zoll fällig. Seit August liegt der Satz bei 15 Prozent.
Neue Märkte gewinnen an Bedeutung
Winzer aus Rheinhessen, der Pfalz und anderen Regionen suchten verstärkt nach Alternativen zum US-Markt. Teilweise mit Erfolg.
- Steigende Ausfuhren nach Skandinavien
- Mehr Lieferungen nach Polen
- Zunehmender Absatz in China
Insgesamt stieg die Exportmenge laut Weininstitut leicht um ein Prozent auf rund 1,2 Millionen Hektoliter. Wegen sinkender Durchschnittspreise ging der Gesamtumsatz der Exporteure jedoch um zwei Prozent auf 377 Millionen Euro zurück. Rund 14 Prozent der deutschen Weinproduktion werden exportiert.
Sinkender Konsum im Inland
Neben dem Auslandsgeschäft belastet auch die Nachfrage in Deutschland die Branche. Der Deutsche Bauernverband spricht von einer historischen Krise.
Der Pro-Kopf-Verbrauch sank im vergangenen Jahr um 0,7 Liter auf 21,5 Liter. Das entspricht etwa einer Flasche weniger pro Person ab 16 Jahren. Gründe sind unter anderem ein stärkeres Gesundheitsbewusstsein. Auf der Prowein werben viele Betriebe deshalb mit leichteren Weinen mit geringerem Alkoholgehalt. dpa
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Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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