Fensterstreit am Alten Schulhaus in Königsbach ist nach 30 Jahren gelöst
- Das 2025 eingebaute Musterfenster (links) ist dem historischen Original
nachempfunden und erfüllt zugleich heutige energetische
Anforderungen. - Foto: Stadt Neustadt
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Königsbach. Nach mehr als 30 Jahren steht für das Alte Schulhaus in Königsbach eine Lösung fest. Die stark beanspruchten Fenster an der Wetterseite werden durch historisch nachgebildete, hochgedämmte Eichenholzfenster ersetzt.
Die übrigen historischen Fenster arbeitet die Stadt auf und ergänzt sie durch innenliegende Kastenfenster. Das verbessert auch den Wärmeschutz des Gebäudes.
Wie die Stadt mitteilt, hatten sich viele Königsbacherinnen und Königsbacher, vor allem der Ortsbeirat, über Jahrzehnte für eine dauerhafte Lösung eingesetzt. Die mehr als 100 Jahre alten Eichenholzfenster blieben trotz mehrerer Reparaturen immer wieder undicht. Bei Starkregen drang Wasser in das Schulhaus ein.
Neues Konzept brachte den Durchbruch
2024 entwickelte das städtische Gebäudemanagement unter der Leitung von Dr. Maximilian Wienecke ein neues Konzept. Statt eines kompletten Austauschs sollten zunächst nur die besonders geschädigten Fenster an der Wetterseite zum Schulhof ersetzt werden.
In Abstimmung mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe entstand ein Musterfenster, das 2025 eingebaut wurde. Es sollte zeigen, dass ein wärmegedämmtes Fenster möglich ist, ohne die historische Anmutung aufzugeben.
Bei einem Ortstermin im September, an dem auch Landeskonservator Dr. Markus Fritz-von Preuschen teilnahm, einigten sich die Beteiligten auf den Kompromiss. Die Generaldirektion Kulturelles Erbe sagte dafür auch eine signifikante Beteiligung an den Kosten durch Fördermittel zu.
Für den Ort bedeutet die Einigung vor allem Erleichterung. Ein seit Jahrzehnten schwelender Konflikt um das denkmalgeschützte Gebäude ist damit beendet. Oberbürgermeister Marc Weigel spricht inzwischen vom „Königsbacher Wunder“.
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |