Bezirkstag Pfalz stellt in Lambrecht Weichen für Geld und Bahn
- Bei der Sitzung des Bezirkstags in Lambrecht ging es um das 70-jährige Bestehen der Pfalzakademie, die Finanzierung des Bezirksverbands und die geplanten Bahn-Vollsperrungen.
- Foto: Bezirksverband Pfalz
- hochgeladen von Eva Bender
Lambrecht. In der Pfalzakademie hat der Bezirkstag Pfalz nicht nur das 70-jährige Bestehen der Einrichtung gewürdigt. Das Gremium hat auch Entscheidungen getroffen, die für die Region in den kommenden Jahren wichtig werden, etwa bei der Finanzierung des Bezirksverbands und bei der geplanten Generalsanierung der Bahnstrecke Ludwigshafen–Saarbrücken–Forbach.
Wie der Bezirksverband Pfalz mitteilt, stimmte der Bezirkstag einstimmig einer Vereinbarung mit dem Land Rheinland-Pfalz zur weiteren Entwicklung der Landeszuweisung nach § 15 der Bezirksordnung zu. Damit steigt die Landeszuweisung 2027 um 3,5 Millionen Euro auf 34,1 Millionen Euro. Für 2028 ist eine weitere Erhöhung auf 35,5 Millionen Euro vorgesehen.
Bezirkstagsvorsitzender Hans-Ulrich Ihlenfeld sagte: „70 Jahre Pfalzakademie bedeuten deshalb für mich nicht 70 Jahre Stillstand, sondern 70 Jahre Weiterentwicklung und Anpassung. Heute dient die Pfalzakademie auch als unser Hauptkommunikationsort, an dem viele Ausschusssitzungen stattfinden. Mein Dank gilt daher dem gesamten Team für die Arbeit und den täglichen Einsatz“.
Bahnstrecke bleibt ein großes Thema
Michael Heilmann, Verbandsdirektor des Zweckverbands Öffentlicher Personennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd, informierte den Bezirkstag über die Planungen der Deutschen Bahn und mögliche Folgen für die Pfalz. Besonders die vorgesehenen Vollsperrungen in den Jahren 2028 und 2029 würden nach Einschätzung des Gremiums die wichtige Ost-West-Verbindung und weitere Bahnstrecken erheblich beeinträchtigen.
Eine Resolution beschloss der Bezirkstag zunächst nicht. Stattdessen soll Ihlenfeld die Bedenken des Gremiums in einem Schreiben an das Land und an die Deutsche Bahn weitergeben und um Lösungen bitten, die die Belastungen für die Pfalz möglichst gering halten. Die weiteren Gespräche und Entwicklungen will der Bezirkstag zunächst abwarten.
Zu Beginn der Sitzung erinnerte Ihlenfeld an Dr. Werner Ludwig, der am Vortag 100 Jahre alt geworden wäre. Ludwig gehörte dem Bezirkstag 35 Jahre lang an und stand ihm 27 Jahre als Vorsitzender vor. Er setzte sich unter anderem für den Fortbestand des Bezirksverbands, die Übernahme des Pfalztheaters und die Weiterentwicklung der psychiatrischen Versorgung ein.
Weitere Themen der Sitzung waren die Öffentlichkeitsarbeit des Bezirksverbands, das Leitbildkonzept des Pfalztheaters und die Neuwahl von Gremienmitgliedern. Außerdem beschloss der Bezirkstag den Jahresabschluss 2025 der LUFA Speyer und nahm Informationen zum Jahresabschluss 2025 des Pfalzklinikums entgegen.
Zum Abschluss des Sitzungstags versenkte der Bezirksverband in der Pfalzakademie eine Zeitkapsel in der Erde. Sie ist mit Erinnerungen an das Jubiläumsjahr und mit Themen gefüllt, die die Akademie und den Bezirksverband aktuell beschäftigen.
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |