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Sommerpause im Weinstraßenatelier Ludwig Fellner

Nichte Ulrike Fellner und Ehemann Johannes Fasolt  | Foto: Brigitte Melder
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Neustadt-Königsbach. Am 28. Juni war die letzte Möglichkeit vor der Sommerpause gegeben, die Ausstellung des Künstlers Ludwig Fellner zu besichtigen und zu bewundern. Da das Weinstraßenatelier mit der Devise „KKK“ (Kunst, Kaffee, Kuchen) nur am Wochenende (14-18 Uhr) geöffnet hat, war es ein Muss, dort noch rasch hinzufahren (Erika-Köth-Straße 69). 40 Gemälde des Malers Ludwigs Fellner unter dem Titel „Von Heidelberg nach Königsbach“ ließen staunen. Der Kern der Gemälde wird auch noch vom 29. August bis 25. Oktober zu sehen sein, aber unter dem Titel „Auszeit“ wird dann mit einer Vernissage am 29. August um 17 Uhr der Königsbacher Künstler Detlev Bucks im Fokus stehen.

Ludwig Fellner lebte von 1917 bis 2006 und war in der Pfalz ein bekannter Maler, vor allem für Landschaften. Er arbeitete zunächst in seinem Heidelberger Atelier und auch unterwegs auf seinen Reisen. 1962 zog er in die Pfalz in den Neustadter Stadtteil Königsbach. Er machte sich einen Namen und erhielt etliche Auszeichnungen, unter anderem 2002 den Kulturpreis der Stadt Neustadt an der Weinstraße. Seine Malerei begann in Heidelberg in seinem Atelier „Studio Fellner“. Er studierte an der Freien Akademie Mannheim und an der Landeskunstschule Hamburg. Fellner vertiefte sich in die atmosphärische Heidelberger Stadt- und Neckaransichten mit Höhenblicken über Brücken und Schloss bis hin zu Umland-Motiven. In der Pfalz hatte er die Weite und lichtdurchflutete Weinberge, Wald- und Haardt-Motive und Ortsansichten im Visier.
Sein Wohnhaus und Atelier mit viel Kunst am Bau ist heute ein Museum mit wechselnden Ausstellungen seiner Werke und der Werke zeitgenössischer Künstler. Mit einem wahnsinnig schönen Blick von der Terrasse aus kann man in das Rheintal schauen und dabei hausgemachten Kuchen mit einer Tasse Kaffee genießen. Der Eintritt ist frei. Aber jetzt steht erst einmal die Sommerpause bevor in dem ehemaligen Wohnhaus des Malers. Seit 2008 wird es als kleines Museum ehrenamtlich geöffnet. Ludwig Fellners Nichte Ulrike Fellner und Ehemann Johannes Fasolt kümmern sich um die Ausstellung und die Gäste, die vorbeikommen, um die Gemälde in Augenschein zu nehmen. Resümee des Paares ist, dass die aktuelle Ausstellung immer gut besucht war, auch mit Heidelberger Gästen. Aber natürlich auch die Pfälzer fanden den Weg nach Königsbach, obwohl in einer Sackgasse gelegen. Ein Teil der Bilder wird noch im Herbst zu sehen sein.
Die Ausstellung zeigt Werke aus zwei wichtigen Schaffensphasen: Atmosphärische Bilder aus Heidelberg und Umgebung sowie Motive der Pfalz mit ihren Weinbergen und Wäldern. Über zwei Etagen erstreckte sich die Ausstellung mit Ölgemälden und Aquarellen in verschiedenen Größen. Mit Liebe zum Detail erstrahlt die Ausstellung in dem kleinen feinen Museum unter der Regie des Ehepaares, das sich um das Wohlbefinden der Gäste kümmert. (mel)

Autor:

Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim

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