Weinmesse ProWein: Dieser Trend gewinnt stark an Bedeutung
- Alkoholfreier Wein liegt im Trend. (Symbolfoto)
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Düsseldorf. Auf der Weinmesse ProWein zeigt sich ein deutlicher Wandel. Alkoholfreier Wein gewinnt für viele Menschen an Bedeutung und verändert das Angebot der Winzer spürbar.
Nach Angaben des Deutschen Weininstituts stiegen Absatz und Umsatz mit alkoholfreiem Wein im vergangenen Jahr um 25 Prozent. Grundlage ist eine Markterhebung des Forschungsinstituts NielsenIQ, das die Einkäufe von 20.000 Haushalten ausgewertet hat. Zusätzlich kauften 44 Prozent mehr Haushalte alkoholfreien Wein als im Vorjahr. Das unterstreicht den anhaltenden Aufwärtstrend.
Mehr Auswahl und bessere Qualität
Das Deutsche Weininstitut sieht die Gründe vor allem im gewachsenen Angebot und in der Qualität. Neue Technologien und optimierte Verfahren hätten Geschmack und Charakter der Weine deutlich verbessert, erklärte Geschäftsführerin Melanie Broyé Engelkes. Auch in den Weingütern habe sich viel bewegt. In einer Absatzanalyse mit 506 Betrieben führte im vergangenen Jahr bereits jedes dritte Weingut alkoholfreien Wein. Das war ein Plus von gut einem Drittel innerhalb eines Jahres.
Was alkoholfreier Wein bedeutet
Alkoholfreier Wein ist kein Traubensaft. Es handelt sich um normalen Wein, dem der Alkohol weitgehend entzogen wird. Ein Restalkohol von bis zu 0,5 Prozent bleibt jedoch. Zum Vergleich: Klassischer Wein liegt meist zwischen zehn und 13 Prozent Alkohol.
Trend mit klaren Grenzen
Trotz des Wachstums bleibt alkoholfreier Wein eine Nische. Sein Umsatzanteil am gesamten deutschen Weinmarkt liegt laut Deutschem Weininstitut bei rund zwei Prozent. Auf der ProWein in Düsseldorf wird das Segment dennoch stark präsentiert. Es passt zu einem breiteren Trend hin zu leichteren Weinen und einem steigenden Gesundheitsbewusstsein.
Jährlich werden in Deutschland rund 1,5 Milliarden Liter Wein getrunken. Das entspricht im Schnitt 21,5 Litern pro Person ab 16 Jahren. Die deutschen Weinanbaugebiete umfassen etwa 100.000 Hektar, davon liegen rund zwei Drittel in Rheinland Pfalz. 43 Prozent des konsumierten Weins stammen aus dem Inland, 57 Prozent aus dem Ausland dpa/red
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Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |