Neubau L 597 zwischen Friedrichsfeld und Ladenburg mit neuer Brücke
- Neckarbrücke Hilfssteg im Bau – Blickrichtung Südwest
- Foto: RPK
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Mannheim-Friedrichsfeld/Ladenburg. Im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe laufen seit März 2019 die Arbeiten zum Neubau der L 597 zwischen Mannheim-Friedrichsfeld und Ladenburg mit Neckarbrücke. Neben der neuen L 597 wird auch ein Teilstück des parallel verlaufenden Radschnellwegs Mannheim – Heidelberg (RS 2) zwischen Mannheim-Seckenheim und Ladenburg hergestellt. Mit einem feierlichen Spatenstich wurde im Februar 2025 mit dem offiziellen Bau des Herzstücks der Maßnahme, der Brücke über den Neckar, begonnen.
Der Verlauf der künftigen Neckarbrücke ist vor Ort deutlich sichtbar: Die beiden Brückenwiderlager als Endpunkte der Brücke im Norden und Süden sowie vier Brückenpfeiler sind bereits fertiggestellt. Auch beim fünften, dem mit 15 Meter Höhe höchsten Brückenpfeiler, wurde der letzte von drei Betonierabschnitten in der vergangenen Woche hergestellt. In den nächsten Wochen werden die Schiffsabweiser an den Pfeilerbaustellen sowie am nördlichen Neckarufer zurückgebaut. Danach können die Arbeiten am letzten Pfeiler auf der Mole beginnen.
Es kommt beim Bau des letzten Brückenpfeilers zu Verzögerungen. Der letzte Pfeiler soll innerhalb der bestehenden Molenspitze zwischen Neckar und Neckarkanal durch einen Umbau des Bestands gegründet werden. Dies sollte die Herstellung des Pfeilers ursprünglich vereinfachen. Erste Planungen ergaben jedoch, dass die Substanz der Mole nur mit zusätzlichen Maßnahmen für den Bau des neuen Pfeilerfundaments genutzt werden kann. Die erforderlichen Detailplanungen wurden in den vergangenen Monaten aufgestellt und nun freigegeben. Die geänderte Ausführung sieht die Herstellung einer Baugrube innerhalb der Mole vor. Dazu sind deutlich mehr aufeinanderfolgende Arbeitsschritte notwendig als in der ursprünglichen Planung vorgesehen. In der Folge dauert der Bau des letzten Pfeilers deutlich länger als bei den anderen Pfeilern.
Im Einzelnen muss für die Gründungsarbeiten zunächst die vorhandene Mole durch Gurtungen gesichert werden. Dies sind Stahlträger, die die Molenwände zur Stabilisierung umklammern. Danach werden neue Spundwandkästen innerhalb der Mole hergestellt, ausgehoben und mit Unterwasserbetonsohle versehen. Erst dann kann die Baugrube trockengepumpt werden, bevor der eigentliche Bau des Pfeilers beginnen kann. Auch dies gestaltet sich aufwendiger als bei den Flusspfeilern: So müssen rund 1200 Kopfbolzen einzeln an die Spundwände geschweißt werden, bevor die übliche Bewehrung eingebaut und betoniert werden kann. Wegen der eingeschränkten Tragfähigkeit der Mole kann diese nicht mit schwerem Baugerät befahren werden, so dass die wesentlichen Arbeiten vom Wasser aus durchgeführt werden müssen.
Unter Berücksichtigung der vielen und zeitintensiven Arbeitsschritte wird davon ausgegangen, dass ein Einhub der Stahlträger für den Brückenüberbau erst im Sommer 2027 erfolgen kann. Die Herstellung der Stahlträger läuft derzeit bereits in einem Stahlwerk in Belgien. Nach dem Einheben der Träger kann der eigentliche Brückenüberbau hergestellt werden. Da hierfür ungefähr ein Jahr veranschlagt werden muss, kann von einer Fertigstellung der Brücke im Sommer 2028 ausgegangen werden.red
Weitere Informationen:
Aktuelle Informationen zum Projekt findet man auf der Projektseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe unter www.rpk.baden-wuerttemberg.de/abt4/referat-471-baureferat-nord/seiten/l597/. Weitere Informationen zur Verkehrslage und zu Baustellen in Baden-Württemberg sind unter VerkehrsInfo BW und in der VerkehrsInfo BW - App zu finden.
Autor:Karin Hoffmann aus Ludwigshafen |
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