MVV fordert Ende des Genehmigungsstaus bei der Windkraft
Mannheimer Energieunternehmen legt Ergebnis der ersten neun Monate vor

Die Konzernzentrale sitzt im MVV-Hochhaus.
  • Die Konzernzentrale sitzt im MVV-Hochhaus.
  • Foto: MVV
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Mannheim. Nur mit einem raschen Ende des aktuellen Genehmigungsstaus bei der Windkraft am Land ist
nach Überzeugung des Mannheimer Energieunternehmens MVV  ein weiterer Ausbau der erneuerbaren Energien als Voraussetzung eines wirksamenKlimaschutzes möglich. „Dem einhelligen Bekenntnis der Politik zu Klimaschutz und zu den eigenen Ausbauzielen für die erneuerbaren Energien müssen nun auf allen Ebenen konkrete Maßnahmenfolgen, um den ins Stocken geratenen Ausbau wieder in Schwung zu bringen“, betonte der Vorstandsvorsitzende der MVV, Dr. Georg Müller, bei der Vorlage des Ergebnisses der ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres 2019 (1. Oktober 2018 – 30. Juni 2019) am Donnerstag, 15. August, in Mannheim.

Da der Ausbau der Windkraft an Land derzeit an langwierigen Genehmigungsverfahren scheitere, spricht sich Dr. Müller für eine nachhaltigeVerkürzung der Genehmigungsverfahren durch eine ausreichende personelle und technische Ausstattung der zuständigen Behörden und die Einhaltung von Genehmigungsfristen aus. Zudem sollten Genehmigungen in bereits ausgewiesenen Vorranggebieten erleichtert und in jedem Bundesland mindestens zwei Prozent der Flächen zur Verfügung gestellt werden.

Insgesamt liegt das Adjusted EBIT der MVV nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres
2019 bei 207 Millionen Euro und damit noch 11 Prozent unter dem Vorjahr. Das Unternehmen hat
damit den Abstand zum Vorjahr, in dem zwei Verkaufserlöse zu positiven Einmaleffekten in den
Berichtssegmenten „Kundenlösungen“ und „Versorgungssicherheit“ geführt hatten, im 3. Quartal
weiter verringern können, obwohl das diesjährige Ergebnis zusätzlich durch die Nachlaufkosten
des Anfang April außer Betrieb genommenen Gemeinschaftskraftwerks in Kiel (GKK) sowie durch
einen Turbinenschaden im Biomassekraftwerk im englischen Ridham Dock belastet worden ist.
Der Umsatz ging um rund 6 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro zurück, was zu einem großen Teil auf
eine Änderung der Rechnungslegungsvorschriften der International Financial Reporting Standards
(IFRS) zurückzuführen ist.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2019 bestätigt MVV seine letzte Prognose, dass nach vier Jahren
mit steigenden Ergebnissen sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis leicht unter dem Niveau
des Vorjahres liegen werden. ps

Autor:

Christian Gaier aus Mannheim

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