Waldhof Mannheim: Im Südwestderby in Saarbrücken setzt es eine Niederlage – Letztes Ligaheimspiel gegen Regensburg steht an
- Auch für Waldhof-Spieler Lovis Bierschenk (links) gab es in Saarbrücken kein Durchkommen.
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Von Andreas Martin
Fußball. Seit dem 21. März hat der SV Waldhof Mannheim in der Dritten Liga nun schon nicht mehr gewonnen und allzu viele Spiele bleiben dem Team von SVW-Trainer Luc Holtz nicht mehr, um dies zu ändern. Am drittletzten Spieltag hatte man sich bei den Kurpfälzern sicherlich auch etwas vorgenommen, ging es doch zum Südwestderby zum 1. FC Saarbrücken. Im mit 15 600 Zuschauern ausverkauften Ludwigsparkstadion gab es für den Waldhof aber kein Erfolgserlebnis, der sich dem 1. FCS mit 2:0 (1:0) geschlagen geben musste. Im Gegensatz zu den Buwe konnten sich die Gastgeber vor diesem Spiel des Klassenerhalts rechnerisch noch nicht sicher sein, danach allerdings schon. Die Saarbrücker Fans reagierten dabei am Samstag verärgert auf das Verhalten der Polizei und gingen erst später in den Fanblock des Heimteams. Dass für die Gastgeber noch ein bisschen mehr auf dem Spiel stand, als für die Mannheimer, war dann auch im Spiel durchaus zu merken. Während der SVW den 1800 mitgereisten Waldhof-Fans eher Magerkost anbot, wirkten die Saarbrücker deutlich präsenter und torgefährlicher.
Ein zweifelhafter Strafstoß
Bereits in der fünften Minute setzte Niko Bretschneider Tim Civeja in Szene, den Maximilian Thalhammer gerade noch am Abschluss hinderte und so die frühe Saarbrücker Führung verhinderte. In der 15. Minute gab dann auch das Holtz-Team ein offensives Lebenszeichen von sich, als sich Samuel Abifade einmal über die linke Seite durchsetzen konnte. Sein Ball kam zu Terrence Boyd, der wiederum Felix Lohkemper bediente, aber Lohkemper zielte am Saarbrücker Tor vorbei. Civeja legte Kai Brünker schließlich das 1:0 (24.) für den 1. FCS auf. Nur wenig später tauchte Brünker erneut gefährlich vor dem SVW-Tor auf, aber diesmal konnte Mannheims Torwart Thijmen Nijhuis den Schuss des Saarbrücker Stürmers abwehren (28.). In der Halbzeitpause gab es dann eine besondere Ehrung. So feierten die Saarländer das 50-jährige Jubiläum des Bundesligaaufstiegs und das mit der Elf, die in der Saison 1975/1976 als Meister der 2. Bundesliga Süd das Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga erstmals wieder zurück in die Erstklassigkeit führte. Angeführt wurden die Saarländer damals von Felix Magath, der in der Aufstiegssaison mit 17 Saisontoren bester Torschütze des 1. FC Saarbrücken war. Auch dieser gab sich an diesem besonderen Tag im Ludwigsparkstadion ein Stelldichein. Auf Mannheimer Seite dürfte den einen oder anderen da auch der Gedanke gepackt haben, dass das Südwestderby zwischen dem 1. FCS und dem Waldhof in der Saison 1985/1986 auch schon mal ein Erstligaduell war. Die zweite Halbzeit war noch jung, da folgte die Szene in diesem Südwestderby, über die wohl in den nächsten Tagen noch am meisten gesprochen wird. So breitete Oluwaseun Ogebemudia im eigenen Strafraum die Arme aus und Brünker lief in sie hinein. Schiedsrichter Lukas Benen (Vorwärts Nordhorn) entschied auf Foul von Ogbemudia, gab diesem Gelb und zeigte auf den Elfmeterpunkt (53.). Dieser Interpretation des Unparteiischen konnte nicht jeder folgen, wirkte Brünken doch in dieser Szene als der deutlich aktivere Part. Florian Pick war es recht, er verwandelte den Foulelfmeter zum 2:0 (55.), einen Rückstand, den die Buwe an diesem Tag nicht mehr aufholen konnten. Am Samstag, dem 9. Mai (16.30 Uhr), hat der Waldhof jetzt zum letzten Drittligaheimspiel dieser Saison den Tabellennachbarn SSV Jahn Regensburg zu Gast. Am 16. Mai (13.30 Uhr) geht es dann zum Drittligaausklang nochmal zum FC Ingolstadt und am 23. Mai steht im Carl-Benz-Stadion das badische Pokalfinale gegen den VfR Mannheim auf dem Plan. va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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