SV Waldhof Mannheim: Beetz zieht gemischte Saisonbilanz
- Beim SV Waldhof Mannheim stehen nach dem Saisonende Kaderplanung, Trainerfrage und die weitere Entwicklung im Nachwuchs im Fokus.
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Mannheim. Der SV Waldhof Mannheim hat die Saison in der 3. Liga auf Platz zehn beendet und sich mit dem Sieg im bfv-Rothaus-Pokal zugleich für den DFB-Pokal qualifiziert. In einem vereinseigenen Saisonabschlussinterview hat Präsident Bernd Beetz den Pokalerfolg als wichtigsten Sieg der Spielzeit bezeichnet und zugleich deutliche Kritik am Ligafinish geübt.
Der badische Landespokal hatte für den Mannheimer Drittligisten besondere Bedeutung, weil die Teilnahme am DFB-Pokal sowohl sportlich als auch wirtschaftlich wichtig ist. Beetz verwies darauf, dass der Waldhof in den vergangenen drei Jahren nicht einmal das Halbfinale erreicht hatte. Entsprechend groß sei die Bedeutung des Derbysiegs zum Abschluss gewesen.
Kritik am Saisonende in der 3. Liga
Mit Rang zehn zog Beetz ein gemischtes Fazit. Positiv bewertete er, dass der SV Waldhof nach zwei schwachen Jahren diesmal nicht in den Abstiegskampf geraten sei. Für eine bessere Platzierung habe jedoch die Konstanz gefehlt.
Vor allem die letzten Wochen der Drittligasaison sieht Beetz kritisch. Nach dem Unentschieden bei 1860 München habe ihm bei vielen Spielern die Körpersprache nicht mehr gefallen. Der Verein habe in dieser Phase kein gutes Bild abgegeben, sagte er. Für die Fans sei dieser Auftritt enttäuschend gewesen.
Beetz äußert sich zu Kader und Okpala
Mit Blick auf den Kader stellte Beetz einen möglichen Umbruch in Aussicht. Kontinuität sei zwar wichtig, entscheidend seien aber Spieler, die sich mit dem Verein identifizieren und Einsatz zeigen. Nach seiner Einschätzung braucht die Mannschaft wieder mehr Teamspieler und Akteure, die andere auf dem Feld besser machen.
Zur Personalie Kenny Okpala erklärte Beetz, es habe im vergangenen Sommer kein konkretes Angebot aus der 1. Liga gegeben. In der Winterpause sei die Situation dann durch eine zuvor nicht kommunizierte Ausstiegsklausel turbulent geworden. Der Verein hätte den Nachwuchsspieler nach Angaben von Beetz gern langfristig gebunden. Zugleich wertete er den Fall als Beispiel dafür, wie wichtig der Weg eigener Talente in den Profibereich für den Waldhof ist.
Trainerfrage und interne Abläufe
Auch auf die zuletzt diskutierte Personalie Thorsten Weck ging Beetz ein. Details nannte er nicht, sagte aber, der Verein habe daraus Konsequenzen gezogen und interne Abläufe klarer definiert. Zugleich hob er hervor, dass Weck im vergangenen Jahr mit seinem Engagement zum Klassenverbleib beigetragen und strukturelle Impulse gegeben habe.
Fest steht zudem, dass Trainer Luc Holtz den Verein verlassen wird. Nach Angaben von Beetz hat Holtz darum gebeten, seinen Vertrag zum Saisonende aufzulösen. Für die kommende Saison sieht der Waldhof-Präsident die Trainerbesetzung als zentrale Entscheidung. In der 3. Liga komme dem Trainer eine entscheidende Rolle zu, um aus Einzelspielern eine funktionierende Mannschaft zu formen.
Nachwuchsleistungszentrum auf der Zielgeraden
Positiv äußerte sich Beetz über die Entwicklung im Nachwuchs. Besonders die U17 hob er nach einem zweiten Platz hervor. Seit vier Jahren arbeite der Verein daran, die Vorgaben für ein Nachwuchsleistungszentrum zu erfüllen. Nach Darstellung von Beetz sieht sich der SV Waldhof dabei auf der Zielgeraden und hofft nach letzten Anpassungen auf grünes Licht vom DFB.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |