Punkte zurück für Rhein-Neckar Löwen: Gericht hebt HBL-Strafe auf
- Die Rhein-Neckar Löwen und der TV Hüttenberg erhalten ihre Siege zurück. (Symbolbild)
- Foto: Sina Schuldt/dpa
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Mannheim. Die Rhein-Neckar Löwen bekommen zwei zuvor aberkannte Punkte zurück. Das Bundessportgericht hat eine Entscheidung der Handball-Bundesliga aufgehoben. Auch Zweitligist TV Hüttenberg profitiert von dem Urteil.
Die Löwen hatten ihr Bundesligaspiel gegen den TBV Lemgo Lippe mit 32 zu 30 gewonnen. Die HBL erkannte den Sieg jedoch nachträglich ab. Grund war ein Spieler auf dem Spielberichtsbogen, für den keine unterschriebene Anti-Doping-Schiedsvereinbarung bei der Liga vorlag.
Eine ähnliche Situation gab es beim TV Hüttenberg. Dort betraf es den 37 zu 34 Sieg gegen TuSEM Essen.
Bundessportgericht sieht keine klare Rechtsgrundlage
Nach Einsprüchen beider Clubs beschäftigte sich das Bundessportgericht mit dem Fall. Die Kammer kam zu dem Ergebnis, dass es keine ausreichende Rechtsgrundlage für die Sanktion gebe. Das teilte der Deutsche Handballbund mit.
Bei Hüttenberg lag die unterschriebene Vereinbarung zwar vor. Sie war jedoch nicht bei der HBL eingereicht worden. Bei den Rhein-Neckar Löwen hatte der betroffene Spieler zudem nicht aktiv ins Spiel eingegriffen.
Aus Sicht des Gerichts geht aus der HBL-Durchführungsordnung nicht eindeutig hervor, dass unter solchen Umständen das sportliche Ergebnis geändert werden muss.
Die Anti-Doping-Schiedsvereinbarung ist seit dem 1. Januar Voraussetzung für die Teilnahme am Spielbetrieb. Die HBL hatte die Vereine zuvor mehrfach auf die Pflicht zur Einreichung hingewiesen.
Gegen die Entscheidungen kann innerhalb von zwei Wochen Revision beim DHB-Bundessportgericht eingelegt werden. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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