Was für ein Handball-Abend
Löwen ringen TBV Lemgo Lippe nieder
- Conny Maskotchen der Rhrin Neckar Löwen
- Foto: Wolfgang Neuberth
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Pure Willenskraft: Rhein-Neckar Löwen ringen TBV Lemgo Lippe nieder
Was für ein Handball-Abend in der Mannheimer SAP Arena: Vor 9.408 Zuschauern liefern die Rhein-Neckar Löwen gegen den TBV Lemgo Lippe eine furiose Aufholjagd und gewinnen nach einer schwierigen ersten Halbzeit mit 32:30 (13:17). Es ist ein Sieg der Moral, der Energie – und von purem Willen.
Fehlstart und lange Durststrecke
Trainer Maik Machulla schickte David Späth ins Tor, auf den Außenpositionen begannen Tim Nothdurft und Gino Steenaerts, im Rückraum starteten Haukur Thrastarson, Dani Baijens und Lukas Sandell, am Kreis Jannik Kohlbacher. Verzichten mussten die Löwen auf den formstarken Edwin Aspenbäck (Muskelfaserriss) sowie den erkrankten Robert Timmermeister.
Der Auftakt verlief zunächst ausgeglichen. Nach dem frühen Rückstand brachte Kohlbacher seine Farben zum 1:1 zurück, Sandell erzielte wenig später die erste Führung. Doch dann riss der Faden. Die Gäste, trainiert von Florian Kehrmann, spielten ihre Angriffe geduldig und konsequent aus, während sich die Hausherren zahlreiche Fehler leisteten. Über zehn Minuten blieben die Löwen ohne Treffer und lagen nach 14 Minuten mit 2:8 zurück.
Erst ein energischer Durchbruch von Dani Baijens beendete die Torflaute. Angeführt vom überragenden Lukas Sandell, der allein in der ersten Halbzeit fünf Treffer erzielte, kämpften sich die Gelbhemden wieder heran. Ein besonderer Moment: David Späth parierte nicht nur einen Siebenmeter, sondern entschärfte auch den Nachwurf – die Arena stand Kopf. Dennoch ging es mit einem 13:17-Rückstand in die Pause.
Sandell überragt – Späth setzt das Ausrufezeichen
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein anderes Bild. Die Löwen kamen mit spürbar mehr Energie aus der Kabine, verkürzten schnell und arbeiteten sich Tor um Tor heran. Mathias Larson und Sebastian Heymann stellten den Anschluss her, die Partie kippte spürbar.
Zwar konnte Lemgos bester Werfer Niels Versteijnen den Vorsprung zwischenzeitlich noch einmal ausbauen, doch die Löwen ließen nicht locker. Späth traf sogar ins leere gegnerische Tor und setzte mit einer weiteren Parade ein klares Zeichen: Die Punkte sollten in Mannheim bleiben.
In der Schlussphase bewies das Machulla-Team Mut, agierte im Sieben-gegen-Sechs und wurde belohnt. In der 57. Minute erzielte Baijens die erste Führung seit den Anfangsminuten. Die Halle kochte. Mit der Schlusssirene machte Nothdurft den Deckel drauf – 32:30.
Ein Sieg der Moral
Überragender Akteur war Lukas Sandell mit 13 Treffern. Doch es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, getragen von einem starken Rückhalt im Tor und einem begeisterten Publikum.
Dieser Abend zeigte eindrucksvoll: Wenn die Rhein-Neckar Löwen Kampfgeist, Leidenschaft und Zusammenhalt auf die Platte bringen, sind sie nur schwer zu bezwingen. Eine Aufholjagd, die noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.
Autor:Wolfgang Neuberth aus Mannheim |
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