FIA Langstrecken - Weltmeisterschaft WEC
Ferrari 1 - 2- 3 - in Qatar

Ferrari gewinnt den Saisonauftakt der WEC in Qatar | Foto: FIAWEC / DPPI
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  • Ferrari gewinnt den Saisonauftakt der WEC in Qatar
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Mit dem ungewöhnlichen Rennformat der 1812 KM von Qatar begann am Freitag die Weltmeisterschaft der Langstreckenpiloten - die WEC. Nachdem Porsche 2024 den Fahrertitel mit Lotterer/L.Vanthoor/Estre und Toyota den Markentitel gewonnen hatten wurden die Karten für die Saison 2025 neu gemischt. Die BoP - Balance  of Performance - sorgte im Vorfeld des 1. Rennens auf Grund der Vorjahresergebnisse für die Angleichung der 18 Hypercar Rennwagen die derzeit in Technik und Leistung die  Spitze des Langstrecken - Rennsports darstellen. Ziel der Veranstaler ist es möglichst eine so großes Ausgeglichenheit zwischen den Fahrzeugen herzustellen dass den Fans spannende und ergebnisoffene Rennen geboten werden. Im vergangenen Jahr ist dies auch recht gut gelungen, in vielen der insgesamt 8 Rennen lagen die Fahrzeuge im Ziel oft nur wenige Sekunden auseinander obwohl die Rennen der WEC über 6 Stunden ( Imola, Spa, Sao Paulo, Austin, Fuji ), 8 Stunden ( Bahrain ), 24 Stunden ( Le Mans ) oder eben 1812 KM ( Qatar ) gehen wobei die unübliche Renndistanz in Qatar dem Nationalfeiertag des Wüstenstaates am 18. Dezember geschuldet ist. 36 Fahrzeuge waren für das Auftaktrennen gemeldet, davon 18 Wagen in der Klasse der leistungsstarken Sportprototypen, den Hypercars. 18 weitere Fahrzeuge gehen in der GT3 Klasse an den Start. Durch die BoP ergaben sich für Qatar unterschiedliche Voraussetzungen für Fahrer und Teams. Die im wahrsten Sinn des Wortes schwerste Ausgangsposition hatten die drei  Porsche 963 sowie die beiden Toyotas GR010 Hybrid die als Titelträger des vergangenen Jahres mit jeweils 1064 KG schweren Rennfahrzeugen an den Start gehen mussten.

Ex - Formel 1 Weltmeister Jenson Button fährt für das Team Hertz Jota einen Cadillac  | Foto: Reuschel ( moto - foto )
  • Ex - Formel 1 Weltmeister Jenson Button fährt für das Team Hertz Jota einen Cadillac
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Auf dem Papier leicht hatten es dagegen die beiden Peugeot XR9 mit 1031 KG und die drei Ferraris 499P mit jeweils 1037 KG.e Neueinsteiger Aston Martin, die mit zwei AMR Valkyrie an den Start gingen wurden mit 1043 KG eingestuft. Aber nicht nur das Gewicht der Rennfahrzeuge wurde von der technischen Kommission zu Saisonbeginn neu eingestuft, auch die vorhandene Motorleistung wurde in dem einen oder anderen Fall über Spritmenge oder Drehzahl um einige Prozente gekürzt wie bei Alpine ( minus 2,6 % ) oder auch freigegeben wie bei Cadillac (  plus 3,4 % ). Bis auf die beiden Valkyrie, die mit einem V12 Zylinder ausgerüstet sind setzen die übrigen Hersteller in der Hypercarklasse von Alpine, BMW, Porsche, Toyota, Cadillac, Ferrari und Peugeot auch in diesem Jahr auf eine Mischung aus Verbrennermotor mit 6 oder 8 Zylindern und einen parallel geschalteten Elektrohybridantrieb was die Fahrzeuge technisch hochkompliziert macht und Techniker immer wieder vor große Herausforferungen stellt. Das Qualifikationstraining sah dann etwas überraschend die Teams von Ferrari, BMW und Cadillac in Front während die Weltmeisterteams von Porsche und Toyota deutlichen Rückstand aufzuweisen hatten. Die Le Mans Sieger von 2023, Pier Guidi, Giovinazzi und Calado stellten ihren Ferrari 499P # 51 auf die Pole Position vor dem BMW #15 mit D. Vanthoor, Magnussen und Marciello. Der Ferrari #50 übernahm den dritten Startplatz vor den beiden Cadillacs #12 - Stevens, Lynn, Nielsen und dem Schwesterfahrzeug #38 Button, Bourdais, Bamber. Schnellster Toyota war der GR010 Hybrid von Conway, Kobayashi, De Vries. Der Porsche 963 mit # 6 war das schnellste Fahrzeug vom deutschen Sportwagenbauer mit Estre, L.Vanthoor, Campbell auf Position 13. Nach einer turbulenten Startphase bei der die 18 Hypercars intensiv um eine gute Ausgansposition im Rennen kämpften setzten sich die beiden Ferraris mit Pier Guidi und Molina an die Spitze und hielten diese souverän vor dem Cadillac #38, dem ersten BMW mit Magnusson und dem Ferrari #83 mit Kubica/Ye/Hanson. Den ersten großen Aufreger gab es dann in Runde 74 als die inzwischen durch unterschiedliche lange Boxenstopps  an die Spitze gespülten Cadillacs vom Team Hertz Jota eine Kollision untereinander hatten in der Alex Lynn dem führenden Jenson Button ins Auto fuhr und beide Fahrzeuge an die Box mussten. Dadurch übernahm Ferrari wieder das Zepter. Nach dem dritten Boxenstopps der Fahrzeuge und damit gefahrenen 103 Runden führte der Ferrari #51 vor dem Schwesterauto #83, auf Platz 3 lag immer noch der BWM  mit Rast/Frijns/van der Linde #20, Toyota hatte sich mittlerweile auf Platz 4 mit dem Fahrzeug von Conway/Kobayashi/de Vries mit #7 vorgefahren. Auf Platz 5 dann der Ferrari mit der Startnummer #50. In der Rennmitte bis zur Runde 200 wechselte die Führung der Ferrari mehrmals untereinander, abhängig von der unterschiedlichen Boxenstoppstrategie der Teams. Auch die beiden Toyotas konnten sich durch viele schnelle Runden bei gleichzeitigem cleveren Reifemanagement nach vorn schieben - weiter als Position 4 und 5 war aber für die Seriensieger der WEC der letzten Jahre aber nicht zu machen. Zu stark waren die drei 499P aus Maranello bei denen das Kundenfahrzzeug #83 inzwischen vor den beiden Werkswagen führte. Dabei hatte insbesondere der Ferrari #51 grössere Probleme in Form von 2 Durchfahrtstrafen die das Auto jedoch nicht hinderte bis auf Platz 3 vorzustoßen. Eine Stunde vor Rennende führte die Ferraris in der Reihenfolge #83 Kubica vor #50 Fuoco und #51 Pier Guidi. Dahinter die beiden Toyotas mit Kobayashi #7 und Buemi #8. Spätestens jetzt wurde klar dass der Saisonstart für Porsche zu einem Desaster werden würde. Bester 963 war #5 mit Andlauer/Christensen/Jaminet.

Toyota hatte in Qatar nicht den Speed für ganz vorn | Foto: Reuschel ( moto - foto )
  • Toyota hatte in Qatar nicht den Speed für ganz vorn
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Die beiden anderen Fahrzeuge lagen zu diesem Zeitpunkt auf den Plätzen 12 und 15. Erfreulich dagegen der Auftritt von BMW, die beiden Hybrid V8 gingen in des Finale der letzten 60 Minuten  auf den Plätzen 6 und 7. Ferrari liess dann in einem spannenden aber relativ ereignisarmen Finale niemals  Zweifel an dem Dreifacherfolg in Qatar aufkommen. In der Reihenfolge #50 - #83 - #51 überquerten die drei 499P innerhalb von nur 2,7 Sekunden nach der auf maximal 10 Stunden begrenzten Renndauer die Ziellinie vor dem BMW #15 der die beiden  Toytotas #8 und # 7 noch abfangen konnte. Neueinsteiger Aston Martin brachte mit der Startnummer 009 einen der beiden Wagen auf Platz 17 ins Ziel. 

Text: Hartmut Reuschel
Bilder: FIAWEC / DPPI und moto - foto

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Autor:

Hartmut Reuschel aus Mannheim

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