Motorradweltmeisterschaft
Ducati-Podium auch in Österreich

Der Sieger des Grand Prix von Österreich - Pecco Bagnaia / Ducati | Foto: Ducati
  • Der Sieger des Grand Prix von Österreich - Pecco Bagnaia / Ducati
  • Foto: Ducati
  • hochgeladen von Hartmut Reuschel

Bevor die drei Erstplatzierten eines MotoGP-Grand Prix auf das Siegerpodest steigen werden ihnen immer in einer kurzen Zusammenfassug die Höhepunkte des soeben beendeten Rennens im TV gezeigt. Am Red Bull Ring in Österreich war dieser Einspieler der mit Abstand kürzeste der laufenden Saison, ein untrügliches Zeichen dafür dass im Rennen nicht all zuviel aufregendes passiert war. Im Laufe der 28 Runden beim Grossen Preis von Österreich waren es gerade einmal 3 Szenen die sich der Sieger, Francesco Bagnaia mit seinen Ducati Markenkollegen Jorgé Martin (2.) und Enea Bastianini (3.) anschauen konnten bevor es zur Siegerehrung auf das Podium ging. Da war zunächst der total verunglückte Start von Marc Marquez der auf Grund eines nicht akivierten Device - einem Hilfssystem an der Vorderradgabel um den Start zu optimieren - schlecht von seinem 3. Startplatz wegkam, in der Folge eine Berührung mit Franco Morbidelli hatte und bis auf Platz 13 zurückfiel. Dann der Überholvorgang von Bagnaia Ende der Start und Zielgeraden in Runde 2 bei Jorge Martin womit der Ducati Werkspilot die Führung des Feldes übernahm. Und letztlich noch das Überholmanöver von Marquez an Brad Binder vorbei das den Spanier auf Platz 4 brachte auf dem der Gresini-Ducatifahrer das Rennen auch beendete. Zwar hatte Marquez auf seiner Weg von Platz 13 auf 4 noch weitere Überholmanöver zu absolvieren, die Gegenwehr von Binder und seiner KTM RC16 war aber so stark dass Marquez mehrere Versuche benötigte um am Südafrikaner vorbeizukommen. Mit den ersten 4 Plätzen von Ducati, der besten KTM auf Platz 5 durch Binder und den beiden Aprilias von Vinales ( 7. ) und Espargaro ( 9.) wird das aktuelle Kräfteverhältnis in der MotoGP recht gut dargestellt. Mit drei weiteren Ducatis von Bezzecchi auf Platz 6, Franco Morbidelli auf 8 Alex Marquez auf Platz 10 brachte der italienische Hersteller aus Bologna 7 Maschinen in die Top Ten, eine Übermacht die langsam aber sicher zum Problem für die MotoGP werden könnte. Bereits beim Grand Prix von Großbritannien waren etliche Tribünenplätze am Rennsonntag leer, dieser Anblick war auch am Wochenende in Österreich zu beobachten. Damit lässt das Interesse an der MotoGP nicht unbedingt nach, aber durch die fehlende Spannung auf Grund mangelnder Konkurrenz verfolgen weniger Fans die Rennen vor Ort und holen sich das MotoGP-Erlebnis eben via TV ins heimische Wohnzimmer. Dort konnte man bereits am Samstag verfolgen wie wiederum Francesco Bagnaia unangefochten das Sprint Race für sich entscheiden konnte, Jorge Martin war mit Platz 2 auch hier der Geschlagene. Aleix Espargaro brachte seine Aprilia RS-GP auf Platz 3 und sorgte damit für ein wenig Abwechslung bei der Siegerehrung wie auch Jack MIller mit der besten KTM auf Rang 5. Da Brad Binder mit Platz 7, Wild Card Pilot Pol Espargaro auf Platz 9 und Pedro Acosta auf Platz 10 gleich 4 KTM´s die Top Ten fuhren machten sich KTM-Verantwortliche und Fans schon auf ein Fest am Sonntag bereit doch oben wurde bereits erwähnt dass Bagnaia und Co dies nicht zuließen und die Ducati-Dominanz auch in Österreich fortführten.

Text: Hartmut Reuschel
Bild: Ducati

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Autor:

Hartmut Reuschel aus Mannheim

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