DFB-Überblick: Neue Trainer in der 3. Liga
- Der DFB gibt einen Überblick über mehrere Trainerwechsel in der 3. Liga.
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Deutschland. Nach der Länderspielpause beginnt in der 3. Liga der 8. Spieltag vom 9. bis 11. Oktober mit mehreren Veränderungen auf den Trainerbänken. Beim FC Hansa Rostock, beim SV Wehen Wiesbaden und beim FC Ingolstadt 04 stehen andere Cheftrainer an der Seitenlinie als noch zu Saisonbeginn. Nach Angaben des DFB entschieden sich alle drei Vereine für Fußball-Lehrer mit Bundesligaerfahrung.
Breitenreiter übernimmt in Rostock
André Breitenreiter hat beim aktuellen Tabellensechsten FC Hansa Rostock die Nachfolge von Daniel Brinkmann angetreten. Der 52-Jährige absolvierte als Spieler unter anderem 144 Bundesliga- und 101 Zweitligapartien für Hannover 96, den Hamburger SV, den VfL Wolfsburg und die SpVgg Unterhaching. Mit Hannover gewann er zudem den DFB-Pokal.
Als Trainer arbeitete Breitenreiter zunächst beim TSV Havelse, damals in der Regionalliga Nord. Anschließend führte er den SC Paderborn 07 erstmals in der Klubgeschichte in die Bundesliga. Weitere Stationen waren der FC Schalke 04, Hannover 96, der FC Zürich, die TSG Hoffenheim und Huddersfield Town. In Zürich gewann Breitenreiter die Schweizer Meisterschaft. Zuletzt war er erneut bei Hannover 96 tätig.
Seitz soll Wehen Wiesbaden stabilisieren
Auch Jochen Seitz übernimmt erstmals ein Team in der 3. Liga. Der 49-Jährige ist neuer Trainer beim SV Wehen Wiesbaden, der laut DFB aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz steht. Er folgt auf Daniel Scherning. Zuvor holte Seitz mit dem 1. FC Lokomotive Leipzig zwei Meistertitel in der Regionalliga Nordost, verpasste mit dem Klub aber jeweils in den Aufstiegsspielen den Sprung in die 3. Liga.
Seitz kam als Spieler auf 162 Einsätze in der Bundesliga. Seine Trainerlaufbahn begann beim FC Bayern Alzenau, danach arbeitete er beim SV Viktoria Aschaffenburg. Mit der Viktoria gelang ihm der Aufstieg in die Regionalliga Bayern; später erreichte das Team die Qualifikationsrunde für die Aufstiegsspiele zur 3. Liga.
Beierlorzer startet in Ingolstadt
Beim FC Ingolstadt 04 übernimmt Achim Beierlorzer. Er ist Nachfolger von Cheftrainerin Sabrina Wittmann. Der 58-Jährige arbeitete nach zwei Spielzeiten mit dem SSV Jahn Regensburg in der 2. Bundesliga auch beim 1. FC Köln und beim 1. FSV Mainz 05 in der Bundesliga. Zuletzt war Beierlorzer nach seiner Rückkehr nach Regensburg als Geschäftsführer Sport tätig.
Seitz gibt sein Drittligadebüt mit dem SV Wehen Wiesbaden beim FC Ingolstadt 04 am 11. Oktober ab 13.30 Uhr. Für Beierlorzer ist es ebenfalls das erste Ligaspiel als Trainer seines neuen Vereins.
Weitere Trainer mit Profi-Erfahrung
In der 3. Liga gibt es weitere Trainer mit längerer Laufbahn als Spieler. Dietmar Hirsch, Chefcoach des MSV Duisburg, kam auf 196 Bundesligaeinsätze. Den Großteil davon absolvierte er für die Duisburger, die er im Sommer zum Aufstieg aus der Regionalliga West führte. Bei Fortuna Köln steht Matthias Mink an der Seitenlinie. Er bestritt seine 156 Zweitligapartien für die Kölner Südstädter und ist zugleich Sportlicher Leiter.
Auch Thomas Wörle von Preußen Münster und Sascha Hildmann vom SSV Jahn Regensburg spielten in der 2. Bundesliga. Drittligaspieler waren unter anderem Stefan Kleineheismann, der inzwischen die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim betreut, Mersad Selimbegovic von Alemannia Aachen, Michael Schiele von den Würzburgern und Pascal Reinhardt von Großaspach.
Rot-Weiss Essens Trainer Uwe Koschinat und Alexander Ende von Fortuna Düsseldorf standen als Trainer bereits in der 2. Bundesliga an der Seitenlinie. Nico Willig, Trainer der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart, kam als Spieler auf Einsätze in der fünfthöchsten Spielklasse und sprang im Mai als Interimstrainer in der Bundesliga beim VfB Stuttgart ein.
Mota mit besonders internationalem Profil
Ohne herausragende Spielerlaufbahn kamen Marian Wilhelm vom FC Viktoria Köln, Argirios Giannikis vom 1. FC Saarbrücken, Orest Shala vom SC Verl, Lucas Beniermann vom SV Meppen, Samir Ferchichi vom TSV Havelse und Rui Mota vom SV Waldhof Mannheim als Trainer in den Profifußball. Rui Mota arbeitete neben Portugal bereits in Saudi-Arabien, Griechenland, Belgien, Polen, Brasilien, der Türkei, dem Iran, Kroatien, Georgien und Armenien; damit ist er bei der internationalen Erfahrung die Nummer eins in Liga 3. [red]
Autor:Fußball im Südwesten: Vereinsnachrichten & Ergebnisse aus Rheinhessen |