Damenhandball/Kurpfalz Bären/Ketsch/ 2.Bundesliga
Der Aufstieg rückt immer näher

Elena "Elle" Fabritz, unmittelbar nach dem Schlusspfiff gegen den TV Beyeröhde. Erlösung und Freude pur angesichts des klaren Erfolgs. Rechts klatschend Lara Eckhardt, während Elena Fabritz abzuheben scheint.
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  • Elena "Elle" Fabritz, unmittelbar nach dem Schlusspfiff gegen den TV Beyeröhde. Erlösung und Freude pur angesichts des klaren Erfolgs. Rechts klatschend Lara Eckhardt, während Elena Fabritz abzuheben scheint.
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Abwehrschlacht und klarer Sieg der Kurpfalz Bären gegen den TV Beyeröhde-Wuppertal

Mit einem klaren, nicht erwarteten, 30:23 (14:9) siegten die Kurpfalz Bärinnen am Sonntag gegen den Verfolger, den TV 1893 Beyeröhde-Wuppertal, der den Ketscher Damen aber, trotz vieler Ausfälle, alles abverlangte.
Dass es sich um ein Spitzenspiel handelte, wurde von Anfang an klar. Auf beiden Seiten Nervosität und auch Hektik, die sich erst allmählich legte. Bei Beyeröhde lastete die Verantwortung vor allem auf Torjägerin Johanna Heldmann, die von Anfang an liebevoll bearbeitet wurde. Sobald sie mit beeindruckender Wucht und Dynamik versuchte, regelrechte Breschen in die Ketscher Abwehr zu reißen, um zum erfolgreichen Torabschluss zu kommen, warfen sich Samira Brand, Lena Feiniler und Verena Oßwald und auch Saskia Fackel in die Abwehrschlacht.
Bei Beyeröhde wurde Johanna Heldmann, durch die Halblinke Pia Adams manifest unterstützt, die inclusiver zweier Siebenmeter neunmal erfolgreich war und nie ganz auszuschalten war.
Die Konzentration auf Johanna Heldmann, ließ ihr, die aus dem halblinken Rückraum kam, dann doch die ein oder andere Möglichkeit zum Kreis durchzudringen, wenn nicht schnell genug verschoben wurde.
Des Weiteren wirbelte Anna-Lena Tomlik am Kreis und auch sie war aufgrund ihrer Größe und physischen Präsenz nie ganz auszuschalten, 4 Treffer in summa.
Zum Verletzungspech, dass bei Beyeröhde die ganze Runde schon anhält, kam die Verletzung von Michelle Stefes, die sich nach 20 Minuten einen Pferdekuss einhandelte, der trotz permanenter Kühlungsmaßnahmen keinen Einsatz mehr zuließ. Nachdem schon im Verlauf der Woche Melina Fabisch mit einem Ellenbruch und einen Tag vorm Spiel Luisa Knippert mit einer Erkrankung ausgefallen waren, auch noch diese Schwächung.
Die Rückraumspielerinnen Johanna Heldmann und Pia Adams mussten so durchspielen, was Trainer Martin Schwarzwald als enormes Handicap bezeichnete.
So gelang es den Ketscher Handballerinnen peu a peu das Zepter zu übernehmen, die eigene Nervosiät in den Griff zu bekommen und zielsicherer zu werden. So hatte Saskia Fackel in der ersten Halbzeit gleich mal einen Siebenmeter vergeben, Verena Oßwald einiges an Möglichkeiten verballert, bevor sie ihr Zielfernrohr feiner justiert hatte. Aber im Gegensatz zu den letzten Heimspielen wirkte sich das nicht negativ aus, weil Johanna Heldmann doch immer wieder entschärft wurde und zu riskanten Abschlüssen provoziert wurde. Insgesamt kam sie nur auf drei Tore, was für sie sehr wenig ist und zeigt, dass die Defensive der KurpfalzBärinnen die Hausaufgaben, die Trainerin Katrin Schneider aufgegeben hatte, während des Spieles erledigte. Die Defensive gewann an diesem Nachmittag das Spiel.
So standen dann auch nur neun erfolgreiche Abschlüsse auf der Habenseite der ersten Halbzeit für den TV Beyeröhde, wenig für die Torfabrik, die aber mit Natalie Adeberg, Luisa Knippert, Melina Fabisch auf starke Spielerinnen verzichten mussten, Michelle Stefes in der ersten Hälfte verletzungsbedingt verloren hatte und gegen 900 Fans anspielen musste, die Erstligaatmosphäre in die Arena zauberten.

In der zweiten Hälfte gelang es den KurpfalzBärinnen, den Vorsprung zu halten, am Schluss sogar noch auszubauen, wiewohl Sophia Michalaidis und Anna-Lena Tomlik am Kreis und Johanna Heldmann (zentral) und Pia Adams (halblinks) im Rückraum nie aufgaben und bis zum Schluss aufopferungsvoll gegen die Niederlage ankämpften.
Dass Konzentrationsfehler bei einem sechzig minütigen Einsatz kommen würden, dass man diese abhaken und weitermachen müsste, wäre ihr, so Johanna Heldmann in der anschließenden Pressekonferenz, vorab klar gewesen, aber sie sei stolz auf die Mannschaft, die bis zum Schluss, auch als Rumpfmannschaft alles gegeben hatte.
Spielerin des Spieles war auf Ketscher Seite für den Autor Lena Feiniler, die sieben Mal erfolgreich war und am Kreis Hervorragendes leistete, nie zu bremsen war und das Team der Kurpfalz Bären mitriss, auch starke Defensivarbeit leistete. Etwas von der Rolle war Lena Eckhardt, die zwei Siebenmeter unglücklich verwarf, einen sogar über das Tor warf.
Dass nicht alles Gold war, was glänzte, konnte man sehen, wenn man Trainerin Katrin Schneiders Reaktionen auf die ein oder andere Szene ihrer Mädels sah.
In Richtung Erstliga wird dann in den nächsten Wochen und Monaten schon noch einiges optimiert werden müssen.Darüber dürfte sie schon mal den ein oder anderen Gedanken beim Auf-und Abgehen verloren haben.
Neben Lena Feiniler sollte noch positiv hervorgeheben werden: Samira Brand, die klug Regie führte und sich nie zu schade war, im Zentrum die defensive Basisarbeit zu erledigen, sowie Saskia Fackel, die fünf wichtige Treffer beisteuerte und auch positiv erwähnt werden sollte die sehr belebende Elena Fabritz, die in der zweiten Hälfte noch einmal viel frischen Wind brachte ( 4 Goals !).
Insgesamt eine tolle Teamleistung, auch in der Bereitschaft, die Defensivarbeit entsprechend anzugehen, um die physisch sehr präsenten Damen der TV Beyeröhde nicht ins Rollen kommen zu lassen.

Die jeweiligen Teams, in Klammern die Anzahl der Treffer:

Kurpfalz Bären: Stockhorst, Wiethoff; Michels (3), Feiniler (7), Brand (3), Marmodee (1), Fackel (5/1), Oßwald (3), Fabritz (4), Michl, Moser (1), Engelhardt (2), Eckhardt (1)

TV Beyeröhde-Wuppertal: Krückemeier, Centini; Michalaidis (3), Hufschmidt (1), Heldmann (3), Adams (9/2), Stefes (1), Tomlik (4), Kamp (1), Havel (1)

Text/Fotos: Wolfgang Merkel

Autor:

Wolfgang Merkel aus Haßloch

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