KI im Backofen: Was smarte Geräte beim Kochen abnehmen können
- Smarte Einbau-Backöfen mit WLAN, Automatikprogrammen und teils Gerichterkennung per Kamera sowie Dampfgar-Schubladen im Einbauformat.
- Foto: Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK)
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Verbraucher: Smarte Backöfen und Dampfgarer sollen das Kochen und Backen planbarer machen – etwa durch App-Benachrichtigungen, Automatikprogramme und teils sogar eine Kamera, die Gerichte erkennt. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK) am Dienstag, 6. Oktober, in einer Brancheninformation hin.
Nach Angaben der AMK geht es vor allem um Komfort im Alltag: Geräte können sich per WLAN ins Heimnetz einbinden lassen, so dass Restlaufzeit und Garfortschritt aus der Ferne überprüfbar sind und eine Meldung kommt, wenn das Programm endet. Je nach Modell lassen sich außerdem Einstellungen aus einer App an den Backofen übertragen oder Funktionen per Sprachassistent steuern.
Ein weiterer Trend sind kompakte Einbaulösungen: Neben klassischen Einbau-Backöfen nennt die AMK Dampfgarer im Schubladen-Format, die unter einem Backofen Platz finden können. Ziel ist, zusätzliche Funktionen zu integrieren, ohne dass dafür ein weiteres großes Gerät nötig ist.
Welche Funktionen genannt werden – und worauf es ankommt
Die AMK beschreibt mehrere Funktionsbereiche, die bei aktuellen Geräten (modellabhängig) vorkommen können:
- Automatikprogramme für typische Speisen (z. B. Gemüse, Fisch, Kartoffeln oder Knödel) und geführte Bedienung über Touchdisplays
- Vernetzung per WLAN für Fernüberwachung, Push-Nachrichten und teils Fernstart (abhängig von Gerät, App und Hersteller)
- Gerichterkennung per Kamera und KI: Laut AMK können Premium-Backöfen anhand eines Kamerabildes Speisen identifizieren und passende Heizart, Temperatur und Dauer vorschlagen; genannt werden je nach Modell bis zu 100 automatisch erkennbare Gerichte, Erweiterungen seien per Updates möglich
- Dampfgaren in der Schublade: Laut AMK gibt es Geräte mit 10 oder 14 Litern Garraum, Temperaturbereich 30 bis 100 °C – neben Dampfgaren etwa auch zum Regenerieren fertiger Speisen, Auftauen oder Teiggehenlassen
- AirFry/Heißluftfrittieren im Backofen mit wenig Fett, teils mit gelochtem Blech oder Korb (modellabhängig)
Wichtig für die Einordnung: Die AMK ist ein Branchenverband. Konkrete Preise, Energieverbräuche oder unabhängige Testergebnisse (etwa von Stiftung Warentest oder ÖKO-TEST) nennt die Mitteilung nicht. Welche Funktionen tatsächlich verfügbar sind, hängt laut Darstellung vom jeweiligen Backofen-/Dampfgarer-Modell und der Ausstattung (z. B. Kamera, Sensorik, WLAN) ab.
Beim Küchenkauf kann es sich daher lohnen, im Fachhandel gezielt nachzufragen, welche Funktionen im Alltag wirklich genutzt werden sollen – etwa Benachrichtigungen bei Programmende, zusätzliche Dampf-Funktionen auf kleinem Raum oder Automatikprogramme – und welche Voraussetzungen (App, Updates, Heimnetz) dafür nötig sind. [red]
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |