Circus der Weltstars
Weihnachtscircus präsentiert Weltklasse-Artistik
- Die Macher und Magier Andr'e
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Zwei Clownstars erobern die Mannheimer Manege
Vierter Weihnachtscircus präsentiert Weltklasse-Artistik – Bello Nock und Akula erstmals gemeinsam im Rampenlicht
Wenn sich am 18. Dezember auf dem Neuen Messplatz der Vorhang hebt, erwartet die Besucher des vierten Mannheimer Weihnachtscircus eine ganz besondere Premiere. Mit dem amerikanischen Clownstar Bello Nock und dem russischen Kultkomiker Akula treffen zwei außergewöhnliche Persönlichkeiten der internationalen Circuswelt aufeinander, die nach Angaben der Veranstalter bisher noch nie gemeinsam aufgetreten sind. Beide für eine Produktion zu gewinnen, ist ein besonderer Coup der Mannheimer Circusmacher Rolf Balschbach, Gregor Spachmann, Stefan Huber und Thomas Schütte.
Nach dem großen Erfolg der vergangenen Saison mit mehr als 40.000 Besuchern haben die Verantwortlichen erneut ein internationales Spitzenensemble verpflichtet. Die künstlerische Leitung liegt in den Händen von Regisseur Stefan Huber, der die rund 30 Akteure aus aller Welt zu einer abwechslungsreichen Gesamtinszenierung zusammenführt. Gleich drei Gewinner des berühmten Circusfestivals von Monte-Carlo gehören zum Ensemble. Unter dem Motto „Vier-Gefühl“ soll die vierte Auflage mit spektakulärer Artistik, großer Komik, Musik und Magie begeistern.
Zwei Spaßmacher aus unterschiedlichen Welten
Bello Nock ist längst eine lebende Legende der internationalen Circuswelt. Der 58-jährige Amerikaner mit Schweizer Wurzeln begeistert seit Jahrzehnten sein Publikum rund um den Globus. Seine turmhohe blonde Frisur, die riesigen Clownsschuhe und sein unverwechselbarer Humor sind zu seinen Markenzeichen geworden. Doch Bello ist weit mehr als ein Spaßmacher. Seine waghalsigen Kunststücke auf dem Todesrad oder einem schwankenden Mast verbinden halsbrecherische Akrobatik mit pointierter Clownerie. Unterstützt wird er dabei von seiner Tochter Annaliese.
Sein Gegenpart Akula, mit bürgerlichem Namen Anatoly Okulov, zählt zu den bekanntesten Komikern Russlands. Der 39-Jährige verzichtet auf die klassische rote Clownsnase und setzt stattdessen auf farbenfrohe Anzüge, temperamentvolle Bewegungen und mitreißenden Slapstick. Seine akrobatische Springlebendigkeit und der direkte Kontakt zum Publikum haben ihn weit über seine Heimat hinaus bekannt gemacht.
„So kreativ, komisch, kultig und künstlerisch kann moderner Circus sein!“, versprechen die Produzenten Gregor Spachmann und Rolf Balschbach. Dass beide Clownstars nun in Mannheim gemeinsam in der Manege stehen, dürfte zu den besonderen Attraktionen der diesjährigen Show gehören.
Die Beatles feiern ein akrobatisches Comeback
Passend zur vierten Auflage spielt auch die Zahl Vier im Programm eine besondere Rolle. Das russische Quatuor Prilepin lässt die legendären Beatles auf ungewöhnliche Weise wiederauferstehen. Mit Pilzköpfen, Anzügen und Cordkragen erinnern Rodion, Artyom, Nikita und Alexey an die berühmten Fab Four aus Liverpool. Zu Hits wie „I Wanna Hold Your Hand“ präsentieren sie spektakuläre Hand-auf-Hand-Akrobatik, dreifache Saltos und gewagte Menschenpyramiden. Das Quartett wurde bereits beim Circusfestival von Monte-Carlo mit dem Bronzenen Clown ausgezeichnet.
Nicht weniger eindrucksvoll verspricht der Auftritt der chinesischen Jiangsu-Truppe zu werden. Sieben Künstler um die mehrfach ausgezeichnete Wang Mengchen zeigen Handstandakrobatik auf höchstem Niveau. Ihre außergewöhnlichen Balanceleistungen verlangen enorme Kraft, Konzentration und Körperbeherrschung.
Für einen völlig anderen Rhythmus sorgt die Urban Dance Crew von den Philippinen. Acht junge Künstler verbinden Streetdance, Breakdance und Parkour mit rasanten akrobatischen Einlagen. Ihre Auftritte führten sie bereits in den Schweizer Nationalcircus Knie und bis ins Halbfinale der amerikanischen Talentshow „America's Got Talent“.
Zauberei, Romantik und fliegende Teppiche
Erstmals hält auch die große Zauberkunst Einzug in den Mannheimer Weihnachtscircus. Der Nürnberger Illusionist André Blake will mit spektakulären Tricks, verblüffenden Verwandlungen und scheinbar unerklärlichen Erscheinungen für Staunen sorgen. Der deutsche Vizemeister in der Sparte Großillusion gehört zu einer neuen Generation von Zauberkünstlern, die klassische Magie mit moderner Unterhaltung verbinden.
Der italienische Schattenkünstler Matteo Fraziano beweist dagegen, dass bereits zwei Hände und eine Lichtquelle genügen, um faszinierende Bilder entstehen zu lassen. Mit verblüffenden Schattenfiguren erweckt er bekannte Persönlichkeiten der Musikgeschichte zum Leben.
Hoch hinaus geht es für die ungarische Artistin Regina Laruss. An schmalen Luftgurten, den sogenannten Strapaten, verbindet sie anspruchsvolle Akrobatik mit tänzerischer Eleganz. Romantische Momente verspricht das Duo Gonçalo und Soen aus Portugal und Belgien, das auf einer einfachen Parkbank eine Geschichte von Liebe und Vertrauen erzählt.
Mit außergewöhnlicher Fußjonglage wollen die beiden Äthiopierinnen vom Duo Konjowochu begeistern. Scheinbar mühelos lassen sie kleine Teppiche und sogar ihre Partnerin durch die Luft wirbeln. Der Niederländer Ezra Veldman wiederum beherrscht die Kunst der Diabolo-Jonglage und kann bis zu vier der rotierenden Spielgeräte gleichzeitig durch die Manege fliegen lassen.
Für den musikalischen Rahmen sorgt mit Lara Wolf eine Künstlerin aus Mannheim. Die Sängerin war bereits bei der ersten Ausgabe des Weihnachtscircus im Jahr 2023 dabei und kehrt nun mit ihrer ausdrucksstarken Stimme zurück.
Festliche Atmosphäre und ein Wettbewerb
Nicht allein die Darbietungen sollen den Besuch zu einem Erlebnis machen. Weihnachtliche Lichtinszenierungen, aufwendige Dekorationen, prächtige Kostüme und ein erstklassiger Sound sollen für eine besondere Atmosphäre sorgen.
Auch der beliebte Wettbewerb unter den Artisten wird fortgesetzt. Nach jeder Vorstellung dürfen die Zuschauer ihre Favoriten wählen. Am letzten Veranstaltungstag werden die drei beliebtesten Darbietungen mit Trophäen und Geldpreisen ausgezeichnet.
Mitveranstalter Thomas Schütte sieht im Weihnachtscircus vor allem ein Erlebnis für die ganze Familie. „Das wird ein fulminantes Fest für Menschen aller Generationen und die ganze Familie. Aus dem Vier-Gefühl wird dann schnell ein Wir-Gefühl“, verspricht er.
Das beheizte Circuszelt auf dem Neuen Messplatz bietet 1400 Zuschauern Platz. Vorstellungen finden vom 18. Dezember 2026 bis zum 6. Januar 2027 in der Regel täglich um 15 und 19 Uhr statt. Am Premierentag gibt es nur die Abendvorstellung, an Heiligabend beginnt die Vorstellung um 14 Uhr. Der Neujahrstag ist spielfrei. Familienvorstellungen zu ermäßigten Preisen sind am 20. Dezember sowie am 3. und 6. Januar jeweils um 11 Uhr vorgesehen.
Die Eintrittspreise liegen zwischen 15,90 und 69,90 Euro. Karten gibt es unter www.mannheimer-weihnachtscircus.de und an den bekannten Vorverkaufsstellen.
Autor:Wolfgang Neuberth aus Mannheim |
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