Mannheim Music Week großer Erfolg – zweite Ausgabe bereits in Planung
Musikalische Neuentdeckungen begeistern

Der israelische Pianist Yaron Herman spielte mit seinem Trio in der Alten Feuerwache.  Foto: Gaier
  • Der israelische Pianist Yaron Herman spielte mit seinem Trio in der Alten Feuerwache. Foto: Gaier
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Mannheim. Eine ganze Woche voller Musik – so außergewöhnlich prall gefüllt war Mannheims musikalischer Veranstaltungskalender noch nie. Vom 13. bis 19. Mai feierte in der Unesco City of Music die Mannheim Music Week Premiere und ließ die ganze Stadt in ein besonderes Klangerlebnis eintauchen. Mehr als 70 Veranstaltungen lockten in einer Woche Besucherinnen und Besucher an gewöhnliche und ungewöhnliche Orte: Schaufensterkonzerte, klingende Gondolettas oder ein afrikanischer Chor im Hallenbad machten die kontrastreiche musikalische Vielfalt der Stadt live erlebbar.
„Die erste Mannheim Music Week war ein Erfolg. Ungewöhnliche Aufführungsorte und unter-schiedlichste Musikrichtungen haben neue Räume der Begegnung in der Stadt geschaffen. Mannheim ist Unesco City of Music, das war diese Woche in besonderer Weise erlebbar,“ sagt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz rückblickend.
Das Programm war geprägt von Veranstaltungen, die einen breiten Musikgeschmack ansprachen, gleichermaßen wie von speziellen Aufführungen aus weniger populären Musikrichtungen – sowohl für die Genres als auch die Aufführungsorte lautete das Motto: Kontraste. So ging es am Samstag beim Pre-Opening los mit einer Weltpremiere: Der Schweizer Pianist Nik Bärtsch inszenierte mit der Londoner Videokünstlerin Sophie Clements ein ganz besonderes Konzert im Mannheimer Trafowerk. Zum offiziellen Eröffnungskonzert der Woche spielte am Montagabend der Singer-Songwriter Greg Holden, der es sich nicht nehmen ließ, aus den USA anzureisen und während seiner Europatournee zum Auftakt der Music Week einen Stopp in Mannheim einzuplanen, ein Live-Konzert im Club Das Zimmer.
Neben international bekannten Musikern bot die Mannheim Music Week aber insbesondere auch Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern aus Mannheim und der Region eine Bühne – und das meist an ungewöhnlichen Orten. So konnten Passanten in der Innenstadt spontan Konzerten aus dem Schaufenster oder dem Container der Musikhochschule lauschen. Oder im Luisenpark ein gratis Live-Konzert miterleben. Ein besonders außergewöhnliches Erlebnis hatten die Badegäste am Mittwoch im Herschelbad: Sie kamen während des Schwimmens in den Genuss, dem afrikanischen Lesedi-Show-Choir zuzuhören, der sich akustisch sehr harmonisch in das Jugendstilbad einfügte. Es konnte aber auch ausprobiert, diskutiert und hinter die Kulissen geschaut werden: in Workshops, Führungen und Salongesprächen rund um die Themen Musik, Kreativität und Ausbildung in diesen Bereichen.
„Das Konzept, Musik an allen möglichen Orten zu spielen und die Grenzen zwischen Künstlerinnen und Künstlern auf den Bühnen und Zuschauerinnen und Zuschauern im Publikum verschwinden zu lassen, ist sehr gut angekommen,“ zeigt sich Karmen Strahonja, Geschäftsführerin der Stadtmarketing Mannheim GmbH, begeistert. „Wir haben gemerkt, dass die Leute über die Mannheim Music Week und das Programm sprechen und das Interesse an der musikalischen Vielfalt der Stadt groß ist.“
Christian Sommer, Geschäftsführer der mg: mannheimer gründungszentren gmbh, ergänzt: „Wir freuen uns über den gelungenen Start der ersten Mannheim Music Week und bedanken uns bei allen Mitwirkenden, die zum tollen Programm und Gelingen beigetragen haben. In der nächsten Ausgabe möchten wir verstärkt auch die Potenziale der digitalen Musikwirtschaft in das Programm integrieren und denken über begleitende Workshops, Hackathons und Seminare nach.“
Der Termin für die zweite Ausgabe im kommenden Jahr steht bereits fest: Die Mannheim Music Week wird vom 9. bis 16. Mai 2020 stattfinden.
„Wir möchten die Mannheim Music Week von Jahr zu Jahr wachsen lassen und haben bereits jetzt viele Ideen für das nächste Jahr,“ verrät Strahonja. „Außerdem haben uns bereits jetzt schon viele Anfragen für 2020 erreicht. Das zeigt uns, dass dieses neue Format gut angenommen wird.“ps

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