Mannheimer ZI setzt im Dachgarten auf KI zur Insektenzählung
- Michael Watson (links), Geschäftsführer von Bee friendly in Wiesloch, und Dr. Malte Zimdahl, Referent des Direktors und Vorstandsvorsitzenden des ZI, bei der Aufstellung des Insectors auf dem Dachgarten des Therapiegebäudes in J5 in Mannheim.
- Foto: ZI
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Mannheim. Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim hat in seinem Dachgarten ein KI-gestütztes System zur Messung der Biodiversität installiert. Der sogenannte „Insector“ erfasst Insektenarten und ihre Häufigkeit – und liefert damit Daten zu Artenvielfalt, Naturschutz und dem Zusammenhang von Umwelt und psychischer Gesundheit.
Biodiversität in Mannheim: KI zählt Insekten im Dachgarten
Mit dem neuen System will das ZI Mannheim die Biodiversität im Dachgarten genauer erfassen. Die solarbetriebene Kamera dokumentiert zwischen März und Oktober, welche Insektenarten vor Ort vorkommen und wie häufig sie beobachtet werden. Nach Angaben des Instituts ist die Kamera nur auf eine Anflugplatte gerichtet. Menschen oder Gesichter werden daher nicht aufgenommen.
Die gesammelten Daten sollen helfen, die Artenvielfalt in Mannheim besser zu dokumentieren und gezielte Maßnahmen für den Naturschutz auf dem Campus umzusetzen. Über ein öffentlich zugängliches Dashboard können Interessierte außerdem verfolgen, welche Insekten im Dachgarten unterwegs sind.
Nachhaltigkeit am ZI Mannheim: Begrünung und Solarenergie
Der neue „Insector“ ist Teil mehrerer Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit am ZI Mannheim. Das Institut setzt nach eigenen Angaben bereits auf Begrünung, Dachgärten, zusätzliche Bäume, Grünflächen und Solarenergie, um den Campus in der Mannheimer Westlichen Unterstadt ökologisch aufzuwerten.
Damit verbindet das ZI Klimaschutz, Artenvielfalt und eine gesundheitsfördernde Umgebung. Die Maßnahmen stehen auch im Zusammenhang mit städtebaulichen Entwicklungen im Quartier, die mehr urbanes Grün und eine höhere Aufenthaltsqualität schaffen sollen.
Dachgarten am ZI Mannheim als Erholungsraum für Patientinnen und Patienten
Der Dachgarten des ZI Mannheim ist nicht nur ein Ort für Forschung und Naturschutz, sondern auch ein Rückzugsraum für Patientinnen und Patienten. Sie nutzen die begrünte Fläche zur Erholung, beteiligen sich an der Pflege der Pflanzen und bauen Kräuter sowie Gemüse an, die teilweise auf den Stationen verwendet werden.
Ein kleiner Teich und die vielfältige Bepflanzung schaffen zusätzlichen Lebensraum für Insekten und machen den Dachgarten zu einer grünen Oase mitten in Mannheim.
Umwelt und psychische Gesundheit: Warum grüne Räume wichtig sind
Für die Forschung am ZI Mannheim sind die neuen Daten ebenfalls von Interesse. Das Institut beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, wie sich Umweltfaktoren und grüne Umgebungen auf die psychische Gesundheit auswirken.
Nach Einschätzung der Fachleute können naturnahe Räume die Erholung fördern, Stress reduzieren und langfristig die psychische Widerstandskraft stärken. Die Untersuchung von Biodiversität und Umweltbedingungen kann daher auch wichtige Hinweise für die Forschung zur mentalen Gesundheit liefern.
Interessierte können hier sehen, welche Daten der Insector erfasst: https://app.beefriendly.make87.dev/dashboard/26
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |
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