„Menschen, Mut, Ideen“
Mannheim startet voller Zuversicht und Engagement
- Stimmung ist bei den Fasnachter
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„Menschen, Mut, Ideen“ – Mannheim startet ins neue Jahr voller Zuversicht und Engagement
Mannheim. Mit einem Fest voller Emotionen, Ideen und beeindruckendem Engagement hat die Stadt Mannheim den Start ins neue Jahr gefeiert. Unter dem Motto „Menschen, Mut, Ideen“ füllten zahlreiche Bürger:innen, Vereine und Unternehmen den Rosengarten, um zu zeigen: In Mannheim gestalten die Menschen aktiv ihre Zukunft – mit Herz, Mut und Kreativität.
Im Mozartsaal, festlich in warmes rotes Licht getaucht, führten Oliver Wasenmüller, Künstliche-Intelligenz-Forscher an der Technischen Hochschule Mannheim, und Sonja Zimmermann, Hockey-Nationalspielerin und Wirtschaftsprüferin, charmant durch den Tag. Ein besonderer Hingucker: Grace, ein hundeähnlicher Roboter und Kollegin von Florence, flitzte über die Bühne – ein Symbol für die Innovationskraft der Stadt.
Oberbürgermeister Specht: Verantwortung, Engagement, Mut
Oberbürgermeister Christian Specht hielt seine dritte Neujahrsansprache – mal nachdenklich, mal zuversichtlich, immer nah an den Menschen. Er sprach über die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, über einen vereitelten Hackerangriff auf die Stadtverwaltung und die überraschende Schließung des Theresienkrankenhauses, die für Unsicherheit in Mannheim sorgt. Gleichzeitig berichtete er von Erfolgen bei Stadtentwicklung und Infrastruktur: das Collini-Center wird saniert, Studierendenwohnungen, Kita und Supermarkt entstehen, die Zukunft des Standorts ist gesichert.
Nach seiner Rede übernahm Specht selbst die Moderation einer Talkrunde mit Menschen, „die mit Mut und Ideen die Stadt voranbringen“. Auf dem Podium diskutierten Roche-Geschäftsführerin Claudia Fleischer, Urologie-Klinikdirektor Maurice Stephan Michel, MVV-Vorstandschef Gabriël Clemens und „MM“-Chefredakteurin Miriam Scharlibbe über Innovation, medizinische Versorgung, Klimaschutz und die Bedeutung unabhängigen Lokaljournalismus. Ihre Botschaft: Mannheim ist eine Stadt voller Möglichkeiten, getragen von Menschen, die sich einbringen.
Ein Held unter uns: Muhammad Afzal
Einen der emotionalsten Momente des Tages erlebten die Gäste bei der Ehrung von Muhammad Afzal, dem Taxifahrer, der am Rosenmontag 2025 die tödliche Amokfahrt in der Innenstadt stoppte. Als er die Bühne betrat, erhoben sich die Menschen, klatschten und jubelten ihm zu. Specht überreichte eine Dankesurkunde „für seinen herausragenden Einsatz“ und lobte Afzals Mut als leuchtendes Beispiel für Zivilcourage. Ein Moment, der unter die Haut ging und den Stolz auf die Mannheimer Gemeinschaft spürbar machte.
Die Fasnacht lebt – voller Energie und Emotion
Dann übernahm die Mannheimer Fasnacht die Bühne – und der Musensaal explodierte vor Freude. „Die Fasnacht lebt, wie ich mich freu!“, sang Alexander Boppel, Präsident der „Spargelstecher“, und das Publikum bewies es: Es klatschte, sang mit, formierte sich zu zwei langen Polonaisen quer durch den Saal.
Traditionell marschierten die Vereine ein – ein farbenfrohes, lebendiges Schauspiel. Große Gruppen wie Feuerio, CCW, „Löwenjäger“, „Pilwe“, „Lallehaag“, „Gowe“ oder „Stichler“ zeigten Gardetänze, Akrobatik und ihre Begeisterung. Die „Stroseridder“ bereicherten die Parade mit ihrer Brass Band. Selbst Vereine mit kleiner Besetzung bewiesen: Es ist das Herzblut, das zählt.
Die Elferratsgarde der „Kälble“ eröffnete das Programm mit gestiefelten Katern und löste sofort „Zugabe“-Rufe aus. Präsidentin Sabine Kowalski dankte allen Aktiven für ihre Zeit, ihr Training und ihr Engagement – und verabschiedete den scheidenden Prinz Marco, der auf seine sympathische Art die Menschen begeistert hat. „Es war eine ganz, ganz tolle Zeit, von der werde ich lange zehren“, sagte er gerührt.
Locker moderierte Stefan Hoock, Vizepräsident des Feuerio, die Prunksitzung. Akrobatische Highlights setzte Tanzoffizier Lars Roth, Deutscher Meister des Feuerio, und riss das Publikum zu Jubelstürmen hin. Politische Spitzen gab Alexander Fleck, ehemaliger Stadtprinz, in seiner Bütt zum Besten – vom Fachkräftemangel im Bund bis zu wartenden Getränkeschlangen – scharf, witzig und pointiert. Besonders emotional wurde es beim Auftritt von Luisa Bruckner („Lallehaag“) und Marco Sauer („Spargelstecher“), die vereinsübergreifend den Lebensweg von Stadtprinzessin Nadine II. tanzten: Von schweren Rückschlägen nach einem Unfall, über den Kampf zurück ins Leben, bis hin an die Spitze der Mannheimer Fasnacht. Gerührt dankte die Prinzessin den Tänzern, und auch Specht schloss sich dem Lob an: „Großartige Arbeit!“
Mannheim startet stark ins neue Jahr
Am Ende überwog bei allen Gästen ein Gefühl von Stolz und Zuversicht. Der Neujahrsempfang zeigte: Mannheim lebt von Menschen, die Ideen haben, Mut beweisen und sich engagieren. Ob bei Ehrenamt, Innovation oder Fasnacht – die Stadt steht zusammen, und die Zukunft wird gemeinsam gestaltet.
Autor:Wolfgang Neuberth aus Mannheim |
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