Lehrerin aus Vietnam schreibt emotionales Gedicht über Mannheim
- Ein Gedicht bringt persönliche Eindrücke von Mannheim auf den Punkt.
- Foto: Hanh Thi Tong
- hochgeladen von Charlotte Basaric-Steinhübl
Mannheim. Wie sieht die Stadt aus, wenn junge Menschen aus vielen Ländern wegen der deutschen Sprache zusammenkommen. Ein Gedicht aus Hanoi gibt darauf eine sehr persönliche Antwort.
Die vietnamesische Lehrkraft Hanh Thi Hong Ta, 49, von der Nguyen Gia Thieu Oberschule, einer Pasch-Schule in Hanoi, hat anlässlich der Internationalen Deutscholympiade ein Gedicht über Mannheim geschrieben. Es trägt den Titel Zusammenwachsen in Mannheim.
Wasserturm, Quadrate und das Bild von Begegnung
Im Text beschreibt Ta Mannheim als Ort, an dem Menschen aus nahen und fernen Ländern zusammenfinden. Genannt werden unter anderem die Straßen der Quadrate und der Wasserturm. Das Gedicht verbindet diese Orte mit dem Gedanken von Gemeinsamkeit, Austausch und Freundschaft durch die deutsche Sprache.
ZUSAMMENWACHSEN IN MANNHEIM
Aus fernen Ländern, nah und weit,
reisen wir an für die schönste Zeit.
Wo Neckar und Rhein fließen Hand in Hand,
liegt Mannheim, das bunte und gastliche Land.
In den Straßen der Quadrate, so offen und weit,
erblüht eine ganz neue Gemeinsamkeit.
Ein Klang, ein Wort, so wohlbekannt,
verbindet die Jugend aus jedem Land.
Was fremd war, wird plötzlich vertraut und klar,
am Wasserturm feiert man wunderbar.
Man reicht sich die Hände, man lauscht und man lacht,
weil deutsche Sprache nun Freunde macht.
Die Brücke aus Wörtern, in Mannheim gebaut,
sie tragen den Mut, der der Zukunft vertraut.
Sie teilen Kultur, das Wissen, das Licht,
ein globales Band, das niemals zerbricht.
So stehen wir hier, nicht einsam, sondern eins,
im Herzen der Kurpfalz im Lichte des Scheins.
Durch Deutsch fest verbunden, die Welt wird ganz klein,
Mannheim wird ewig Erinnerung sein.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |