„City-Lights“im Jazzclub „Ella & Louis“
eine musikalische Weltreise
- Thomas Siffling ,Nico Brandenburg ,Olaf Schönborn
- Foto: Wolfgang Neuberth
- hochgeladen von Wolfgang Neuberth
City Lights“ – eine musikalische Weltreise im Jazzclub „Ella & Louis“
(BT) Der Jazzclub „Ella & Louis“ in den Katakomben des Mannheimer Rosengartens ist am Abend des 14. März voll besetzt. Die Stimmung im Publikum ist gut und erwartungsvoll.
Denn an diesem Abend hat Thomas Siffling, in der Jazzwelt eine feste Größe an der Trompete, etwas Besonderes vor: Nach mehreren Studioalben und dem Live-Album „Thomas Siffling’s Jazz: Live at the Ella & Louis“ aus dem Jahr 2024 soll nun das zweite Live-Album seines neuen Projekts „City Lights“ aus der Taufe gehoben werden.
„City Lights“ ist eine musikalische Reise durch die Metropolen dieser Welt: Paris, Amsterdam, Stockholm, Belfast, San Francisco, New Orleans, New York, Rio und Tokio. Gleichzeitig ist das Programm auch eine Hommage an große Künstler wie Jacques Brel, Cole Porter oder den französisch-libanesischen Trompeter Ibrahim Maalouf.
Für die Live-Aufnahme hat sich Siffling hochkarätige Unterstützung geholt. An seiner Seite stehen vier der derzeit renommiertesten Jazzmusiker Deutschlands: sein langjähriger Weggefährte Olaf Schönborn aus Ludwigshafen am Saxofon, der mit seinem warmen Sound und geschmackvollen Spiel überzeugt, der Saarbrücker Professor Oliver Strauch am Schlagzeug, der Düsseldorfer Bassist Nico Brandenburg sowie der junge Stuttgarter Pianist André Weiß. Das Quintett tritt stilvoll in Anzug und Krawatte auf – eine charmante Reminiszenz an die elegante Jazztradition der 1950er- und 1960er-Jahre.
Die ausgewählten Stücke spannen einen weiten musikalischen Bogen: vom Klassiker „I Love Paris“ von Cole Porter über das Chanson „Amsterdam“ von Jacques Brel, das in das raue Nachtleben der Matrosen eintaucht, bis hin zu „Dear Old Stockholm“, bekannt geworden durch Miles Davis und ursprünglich ein schwedisches Volkslied. Auch die arabisch gefärbten, melancholischen Klänge Ibrahim Maaloufs finden ihren Platz. Stationen wie San Francisco und New Orleans dürfen ebenso wenig fehlen wie der poppige Abschluss „New York – Rio – Tokyo“, der One-Hit der Gruppe Trio Rio um Peter Fessler aus dem Jahr 1986. Hier wird das Publikum selbst zum Chor – begeistert und stimmgewaltig.
Ein Live-Mitschnitt stellt dabei besondere Anforderungen: Anders als bei Studioaufnahmen gibt es keine nachträglichen Korrekturen, und selbst kleinste Fehler werden hörbar. Für Perfektionist Siffling keine Option. Um den Sound optimal einzufangen, hat Tontechniker Lukas Haber insgesamt 24 Mikrofone auf der Bühne sowie zwei weitere im Raum installiert. 64 Kanäle laufen im Regieraum zusammen, wo Haber das Konzert über mehrere Monitore verfolgt und nach jedem Stück Rücksprache mit den Musikern hält. So wird der eine oder andere Titel auch komplett wiederholt – ganz nach dem Motto: That’s live.
Am Ende ist die Aufnahme im Kasten. Die Fans dürfen sich auf ein Album freuen, das sie auf eine atmosphärisch dichte musikalische Weltreise mitnimmt – mit zeitlosen Melodien, treibenden Grooves und virtuosen Soli.
Autor:Wolfgang Neuberth aus Mannheim |
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