Drei Tage Ehrenamt, Genuss und gute Laune
Das Spargelfest der „Löwenjäger“
- Der Einlass Sicherheit muss sein
- Foto: Wolfgang Neuberth
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Das Spargelfest der „Löwenjäger“ in Käfertal war ein voller Erfolg
Drei Tage Ehrenamt, Genuss und gute Laune – trotz erhöhter Sicherheitsmaßnahmen zeigten sich die Käfertaler von ihrer herzlichsten Seite. Mannheim-Käfertal. Wenn 420 Kilo Spargel geschält, 6000 Gäste verköstigt und 174 Schichten mit Leidenschaft gefüllt werden, dann ist wieder Spargelfest bei den „Löwenjägern“. Was 2012 aus einer Idee von Walter Dörr entstand, ist längst zu einem Herzensprojekt im Mannheimer Stadtteil Käfertal geworden – eine dreitägige Feier der Gemeinschaft, des Ehrenamts und natürlich des königlichen Gemüses. Schon der Auftakt am Freitagabend hätte sinnbildlicher kaum sein können: Während der Zapfhahn am Fass Freibier zunächst streikte, hielten Sabine Kowalski und Volker Peeck – Präsidentin der Karnevalskommission und Gastgeber des Festes – mit Humor und Geduld durch. 13 Schläge, ein Austauschhahn und viel Lachen später floss das Bier dann doch. Für die drei Weinhoheiten aus Schriesheim war der Auftakt etwas eleganter: Sie ließen die edlen Tropfen der Bergstraße mühelos in die Gläser perlen und sorgten mit Charme und einem Lächeln für einen besonders festlichen Einstieg. „Das ist keine Selbstverständlichkeit mehr“, betonte „Löwenjäger“-Präsident Thomas Hambsch in seiner Eröffnungsrede. „Hier steht niemand wegen des Geldes – sondern weil alle an die Sache glauben.“ Rund 120 Ehrenamtliche waren es, die das ganze Wochenende über Spargelgerichte kochten, Pommes brieten, Langos backten, am Grill schwitzten oder beim Kinderfest Luftballons aufpusteten. Jeder Handgriff saß, jede Portion wurde mit einem Lächeln serviert.
Auch der Nachwuchs kam nicht zu kurz: Mit Hüpfburgen, Spielstationen und viel Platz zum Toben verwandelte sich das Festgelände der Firma Möbel Peeck für zwei Tage in ein kleines Kinderparadies. Auf der Bühne begeisterten die Jugendgarde und das neue Tanzmariechen, während am Samstagabend die Band „Me and the Heat“ die Menge zum Tanzen brachte. Doch bei aller Freude war 2024 auch ein Jahr der Veränderung: Zum ersten Mal war das Sicherheitskonzept sichtbar verschärft. Zufahrtssperren, Kontrollen am Eingang, Sanitäter der Malteser – all das war neu. Gastgeber Volker Peeck sprach offen darüber, dass eine Absage im Raum stand. „Aber wir wollen nicht gefragt werden, warum wir etwas nicht getan haben.“ Das neue Konzept sei ein Kompromiss – „für ein sicheres und dennoch unbeschwertes Miteinander“. Tatsächlich gelang genau dass: Die Stimmung war herzlich, das Miteinander spürbar. Doris Dörr, Leiterin des legendären Spargel-Teams, scherzte liebevoll über ihre „Zugehmänner“, die mit sieben Frauen das Gemüse für tausende Portionen vorbereiteten. Ihr Mann, Walter Dörr, konnte nur stolz zusehen, wie seine Idee lebendiger denn je war. Am Sonntag klang das Fest bei Frühschoppen begleitet von den Blauen Husaren aus Hockenheim und einem fröhlichen Auftritt der „Löwenkids“ aus. Und als die letzten Gäste das Gelände verließen, begann für die Helfer der Abbau – müde, aber zufrieden. Denn was in Käfertal zählte, war mehr als Spargel: Es war Zusammenhalt. Und der schmeckt eben besonders gut, wenn er auf einem Teller mit Sauce Hollandaise serviert wird.
Text : Wolfgang Neuberth Bilder: Löwenjäger-Wolfgang Neuberth
Autor:Wolfgang Neuberth aus Mannheim |
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