Skispringen - Vierschanzentournee
Halbzeit bei der Vierschanzentournee
- Domen Prevc - der Überflieger im wahrsten Sinn des Wortes
- Foto: moto - foto
- hochgeladen von Hartmut Reuschel
Mit dem Finale des Neujahrspringens in Garmisch-Partenkirchen geht die 74. Vierschanzentournee in ihre Halbzeitpause. 2 von den insgesamt 4 Springen - Oberstdorf, Garmisch, Innsbruck und Bischofshofen - sind absolviert und es setzt sich das fort was schon zuvor im Weltcup zu sehen war - die totale Dominanz des Slowenen Domen Prevc. Der 26-jährige Sportler aus der Skisprungfamilie Prevc - seine älteren Bruder waren ( Peter bis 2024 ) bzw.sind erfolgeiche Springer im Weltcup ( Cene ), seine Schwester Nika springt ebenfalls im Weltcup der Damen vorne mit - hat gleich beim Tourneeauftkat in Oberstdorf mit den jeweils weitesten Sprüngen in beiden Durchgängen ( 141,5 Meter und 140 Meter ) einen klaren Sieg einfahren und die Konkurrenz deutlich distanzieren können. Hinter dem österreichischen Vorjahressieger Daniel Tschoffenig belegte Felix Hoffmann aus dem deutschen Team einen sehr guten 3. Platz. Auch Philipp Raimund zeigte mit Platz 5 einen starken Wettkampf zum Start der Tournee. Dies war aus deutscher Sicht auch bitter notwendig denn die beiden Vorzeigespringer der vergangenen Jahre, Karl Geiger und Andreas Wellinger, sind derzeit weit von ihrer Bestform entfernt. Geiger verpasste bei seinem Heimspringen gar den Wettkampf da er die Qualifikation am Tag zuvor nicht schaffte. Kollege Wellinger war nur wenig besser. Er qualifizierte sich zwar für das Starterfeld von 50 Springern, dort war aber nach 110,5 Metern in Durchgang 1 bereits wieder Schluss was am Ende Rang 48 bedeutete. Gewohnt stark die Springer aus Österreich. Neben Tschoffenig waren mit Jan Hoerl, Stephan Embacher, Thomas Schuster und Stefan Kraft insgesamt 5 Athleten in den Top Ten. Und die wollten beim 2. Springen der Tournee in Garmisch-Partenkichen Jagd auf Domen Prevc machen. In der Quali gelang dies jedoch nicht, der Slowene holte sich den Siegerscheck über 3175 € mit einem Sprung von 139,5 Metern.
Allerdings waren Hoerl und Embacher in Schlagdistanz und so war für das Neujahrsspringen ein spannender Wettkampf zu erwarten. Da auch Raimund und Hoffmann wieder eine starke Quali ablieferten und sich als 5. bzw. 8. qualifizierten waren auch deutsche Springer in Top Ten zu erwarten. Das Springen von der Olympiaschanze wurde dann jedoch wieder eine klare Angelegenheit des slowenischen Dominators dieser Saison. Wieder schaffte es Prevc in beiden Durchgängen mit 143 Meter und 141 Meter die weitesten Sprünge zu machen und wieder war es die Konkurrenz die nur staunend zusehen konnte was der Teamweltmeister von Trondheim 2025 derzeit zu leisten im Stande ist. Wie bereits in Oberstdorf deklassierte Prevc seine Verfolger deutlich und liegt zur Halbzeit der Vierschanzentournee mit 619,8 Punkten klar vor Jan Hoerl ( 584,8 ), Stefan Embacher (578,3) und Felix Hoffmann (572,2). Aus deutscher Sicht war der Wettkampf am Neujahrstag in Ordnung, mit Platz 6 für Hoffmann und Platz 7 für Raimund gab es in der starken Konkurrenz wieder 2 Top Ten Resultate für die DSV-Adler. Unterdessen ging der Leidensweg für Karl Geiger und Andreas Wellinger auch in Garmisch weiter. Beide Springer konnten sich zwar für den Wettkampf qualifizieren, mussten jedoch schon nach dem ersten Durchgang wieder ihre Sachen packen da sie mit Sprüngen von 124 Metern ( Wellinger ) und123,5 Metern ( Geiger ) nicht ins Finale der besten 30 gelangen konnten. Am kommenden Samstag geht die Tournee mit der Qualifikation in Innsbruck auf der Bergisel Schanze weiter.
Text: Gabi Reuschel / moto-foto
Bilder: Hartmut Reuschel / moto-foto
Autor:Hartmut Reuschel aus Mannheim |
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