Motorrad-Langstrecken-WM EWC
Große Namen bei den 8 Stunden von Suzuka
- BMW hofft auf ein gutes Abschneiden der M1000RR in Suzuka.
- Foto: moto - foto
- hochgeladen von Hartmut Reuschel
Jede der vier Veranstaltungen im Rahmen der Motorrad Langstreckenweltmeisterschaft EWC hat ihren eigenen Charakter und ihre eigene Besonderheit. In Suzuka ist dies in erster Linie das Engagement der großen japanischen Motorradwerke die beim 8 Stundenrennen von Suzuka Jahr für Jahr ganz spezielle Maschinen einsetzen. In der Weltmeisterschaft bringen die Werke ihre Maschinen in der Regel über europäische Teams wie z. B. Yamaha das YART Team aus Österreich oder Suzuki über die französische Mannschaft SERT an den Start. Beim Heimspiel in Suzuka werden dagegen zusätzlich zu diesen Maschinen reinrassige Werksmotorräder an den Start gebracht die vom Werk selbst oder von großen Teams aus der japanischen Superbikemeisterschaft eingesetzt und nur für diese eine Rennen aufgebaut werden. Dazu gibt es traditionell Fahrerpaarungen die mit Piloten aus der MotoGP oder der Superbike-WM verstärkt werden. In diesem Jahr haben sich für das 8 Stundenrennen 15 Teams eingeschrieben die als Permanentstarter in der WM die komplette Saison fahren. Dazu haben sich 40 (!) japanische Teams gemeldet die sich aus reinen Werksteams, werksunterstützten oder auch privat finanzierten Teams zusammensetzen. Der bisherige Saisonverlauf sieht YART mit 88 Punkten in der WM-Gesamtwertung in Führung, mit 70 Punkten liegt Kawasaski Webstar auf Rang 2 vor dem BMW Motorrad World Endurance Team mit 69 Punkten. Auch die Teams von F.C.C.Honda ( 58 Punkten ), ERC Endurance ( 58 ) und SERT Yoshimura ( 40 ) liegen noch in Reichweite zum WM-Titel.
YART als Sieger der 24 Stunden von Le Mans und einem dritten Platz bei den 8 Stunden von Spa-Francorchamps hat auf den Papier die besten Chancen der Permantstarter um in Suzuka erfolgreich zu sein. 2024 gab es für das Trio Hanika/Fritz/Canepa auf der Yamaha R1 einen zweiten Platz hinter der Werkshonda von Japan Post die nur in Suzuka am Start war. Auch den Siegern der 8 Stunden von Spa, F.C.C. Honda mit Techer / Perolari / Hada werden gute Chancen eingeräumt. Und auch BMW träumt vom großen Erfolg in Japan. Bisher waren die Auftritte von Nummer 1 Pilot Markus Reiterberger und seinen Teamkollegen noch nicht der ganz große Wurf. Platz 32 im Jahr 2022 folgte Platz 6 im Jahr 2023 und in der letzten Saison schaffte es die BMW M1000RR auf Platz 5. Unterteilt ist das Starterfeld 2025 in 3 Gruppen, den schnellen EWC-Bikes mit 36 Motorrädern, 18 Maschinen nach dem Superstock Reglement aufgebaut sind und etwas weniger Leistung als die EWC-Bikes haben und ein Motorrad das in der Experimentalklasse eingesetzt wird. Dabei handelt es sich um eine Suzuki GSXR1000RR die mit E-Fuel ( 100 % synthetischer Kraftstoff ) gefahren wird und somit eine wichtige Vorreiterrolle in Sachen umweltverträglicher Motorsport übernehmen wird. Bei den großen EWC-Motorrädern wurde auch auf der Fahrerseite kräftig aufgerüstet. Für Honda geht MotoGP Pilot Johann Zarco auf die Strecke der bereits im Vorjahr das Rennen zusammen mit Takahashi und Nagoe das in Japan äusserst populäre und prestigeträchtige Rennen gewinnen konnte. Yamaha hat mit Jack Miller ebenfalls einen aktuellen MotoGP Piloten im Fahrer Line up, mit Andrea Locatelli für Yamaha, Michael van der Mark für BMW und Xavi Vierge für Honda sind 3 aktuelle Piloten aus der Superbike Weltmeisterschaft am Start, dazu kommen mit Albert Arenas, Loris Baz, Leon Haslam und Marcel Schrötter weitere Verstärkungen aus der Moto2 oder weiteren nationalen Superbike oder Supersportmeisterschaften. Und mit Jonas Folger gibt ein ehemaliger deutscher MotoGP Pilot und deutscher Superbikemeister ein Comeback auf der Rennstrecke. Das Rennen wird am Sonntag Morgen um 3:55 Uhr MEZ im online Stream von Servus TV und auf Eurosport 2 übertragen.
Text: Hartmut Reuschel
Bilder: moto - foto
Autor:Hartmut Reuschel aus Mannheim |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.