WSBK Superbike Weltmeisterschaft Cremona / Italien
Drei mal das gleiche Siegerpodest in Cremona
- Erster in der Victory Lane - Nicolo Bulega / Ducati
- Foto: moto - foto ( Reuschel )
- hochgeladen von Hartmut Reuschel
Die 4. Runde der Superbike Weltmeisterschaft im italienischen Cremona sah in allen 3 Rennen die gleichen 3 Piloten auf dem Siegerpodest. Und auch die Rennen, insbesondere die beiden Hauptrennen über jeweils 25 Runden, ähnelten sich stark in ihrem Ablauf. Trotzdem kann nicht von Langeweile gesprochen werden, dazu war zuviel Action auf der 3,3 KM langen Strecke, 70 KM vor den Toren Mailands gelegen. Die Werksmannschaft von BMW kam mit gemischten Gefühlen nach Italien, zu negativ hat sich bislang auf die M1000RR ausgewirkt dass nicht mehr der Rahmen der letztjährigen Siegermaschine verwendet werden darf. Dieser durch das Reglement erzwungene Einschnitt trifft BMW wesentlich härter als die um 0,5 Liter reduzierte Spritmenge die den bisherigen Siegern in dieser Saison, Ducati und BMW, vom Reglement ebenfalls auferlegt wurden. Weltmeister Toprak Razgatlioglu musste unter diesen Voraussetzungen und bei dem vorliegenden Streckenlayout in allen 3 Rennen das gleiche Prozedere über sich ergehen lassen. Zunächst konnte er die Führung in den beiden Hauptrennen übernehmen ohne sich jedoch vom WM-Führenden Nicolo Bulega abzusetzen. Nach 3 Runden war dann der Spuk vorbei, die Ducati konnte sich vor die BMW sezten und dies auch behaupten. Zu Rennmitte, als die Reifen dann langsam ihre Performance einbüssten, wurde dann der Rückstand der BMW gegenüber der Ducati mehr als deutlich.
Während die Rundenzeiten von Razgatlioglu um wenige Zehntel langsamer wurden konnte Bulega seine Zeiten konstant halten womit sich der Abstand zwischen den beiden Protagonisten Runde um Runde vergößerte. Das Ganze wurde vom 2-fachen Weltmeister Alvaro Bautista auf Rang 3 liegend aus nächster Nähe beobachtet wobei der Spanier seinerseits einen deutlichen Rückstand auf die beiden Führenden hatte und diesen auch nicht verkleinern konnte. So sahen die Fans an der Stecke und die Zuschauer am TV sowohl in den beiden Hauptrennen als auch im Superpole-Race auf dem Siegerpodest das gleiche Bild. Ganz oben auf dem Treppchen ein hochzufriedener Nicolo Bulega der sich in der WM nun deutlich absetzen konnte. Links von ihm stand Weltmeister Razgatlioglu der mit diesen 3 zweiten Plätzen das Maximum aus der Situation machte und daher nicht besonders unglücklich aussah. Alvaro Bautista vervollständigte das Podest wobei dem ehemaligen Superbike Weltmeister spätestens in Cremona klar wurde dass der Nummer 1 Fahrer im Ducati Werksteam nicht mehr seinen Namen trägt sondern den vom Teamkollegen Bulega. Für BMW heisst es nun bis zum nächsten Rennen in Most/Tschechien das Motorrad so weiter zu entwickeln dass der Reifenverschleiss zu Rennmmitte ausbleibt und Toprak Razgatlioglu damit die Möglichkeit hat mit Bulega wieder aktiv um die WM zu kämpfen.
Text: Hartmut Reuschel
Bilder: moto-foto
Autor:Hartmut Reuschel aus Mannheim |
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