Prozess nach Kiosk-Schüssen in Mannheim: Angeklagter schweigt
- Richter Gerd Rackwitz beim Prozessauftakt am Landgericht Mannheim nach Schüssen auf einen Kioskbetreiber in Mannheim.
- Foto: Stefanie Järkel/dpa
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Mannheim. Nach den Schüssen auf einen Kioskbetreiber in Mannheim hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Zum Auftakt vor dem Landgericht machte der 27 Jahre alte Angeklagte keine Angaben zu Tat und Hintergründen.
Sein Verteidiger erklärte vor Gericht. „Es erfolgt vorerst keine Einlassung.“ Laut Anklage soll der Mann im Auftrag bislang unbekannter Personen gehandelt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem versuchten Mord vor.
Nach Darstellung des Gerichts betrat der Angeklagte am Samstag, 4. Oktober am Abend den an diesem Tag neu eröffneten Kiosk. Dort soll er „vollkommen überraschend“ auf den damals 39 Jahre alten Betreiber geschossen haben. Der Mann wurde im Brustbereich getroffen und brach zusammen.
Der mutmaßliche Täter ging laut Anklage davon aus, dass das Opfer an den Folgen sterben würde. Anschließend soll er geflüchtet sein. Der Kioskbetreiber überlebte jedoch schwer verletzt und musste notoperiert werden.
Urteil könnte Mitte Mai fallen
Festgenommen wurde der damals 26 Jahre alte Verdächtige erst mehr als eine Woche nach der Tat. Seitdem sitzt er nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft.
Zu möglichen Beziehungen zwischen Täter und Opfer oder zu einem konkreten Motiv äußerten sich die Ermittlungsbehörden bislang nicht.
Im Fall einer Verurteilung wegen versuchten Mordes droht grundsätzlich eine lebenslange Freiheitsstrafe. Da es sich um einen Versuch handelt, kann das Gericht auch eine geringere Strafe verhängen. Der mögliche Strafrahmen liegt zwischen drei und 15 Jahren.
Für das Verfahren sind insgesamt acht weitere Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil wird derzeit Mitte Mai erwartet. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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