3. Liga: Feuer in den Augen - Engelhardt trifft dreifach, Osnabrück stolpert
- 3. Liga mit viel Drama: Osnabrück verliert in Duisburg, Cottbus feiert ein 3:0 gegen 1860, Essen hält Platz 2.
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TV-Tipp. Ein Derby, ein Dreierpack und ein Absteiger: Der 32. Spieltag der 3. Liga lieferte gleich mehrere Geschichten, die hängen bleiben.
MSV Duisburg stoppt Osnabrück: Schultz bleibt trotz Pleite ruhig
Spitzenreiter VfL Osnabrück riss beim MSV Duisburg nach sieben Siegen am Stück, am Ende stand ein 0:1. Trainer Timo Schultz bremste nach dem Rückschlag die Erwartungshaltung: „Wir haben ein Fußballspiel beim MSV Duisburg verloren. Das müssen wir einkalkulieren. Wir sind der VfL Osnabrück, wir sind nicht Bayern München.“ Duisburg bleibt vor eigenem Publikum stark und hält mit 57 Punkten Anschluss an die Aufstiegsplätze. Trainer Dietmar Hirsch gefiel vor allem die Haltung: „Wir haben richtig Spielfreude gezeigt. Und das wollten wir eigentlich. Wir wollten das Spiel genießen. Und das haben wir gemacht - auch außen.“
Energie Cottbus gegen 1860: Engelhardts Worte, dann der Dreierpack
Das emotionalste Bild des Spieltags kam aus Cottbus: Energie fertigte den TSV 1860 München mit 3:0 ab, Erik Engelhardt schnürte einen Dreierpack und steht nun bei 19 Treffern. Trainer Claus-Dieter Wollitz schwärmte über den Moment kurz vor dem Anpfiff: „Ich glaube, dass ich gute Ansprachen habe und eine Mannschaft auch greifen kann, aber was er fünf Minuten vor Spielbeginn gesagt hat - ich habe Gänsehaut. Wenn es nicht so kurz vor Spielbeginn gewesen wäre, hätte ich geweint vor Liebe, vor Freude.“ Engelhardt erklärte danach, welche Botschaft er dem Team mitgab: „Wir sollen einfach das Feuer in den Augen haben, wie der kleine 6-Jährige, der damals auf dem Bolzplatz gekickt hat.“ Für 1860 war es ein weiterer Dämpfer, Trainer Markus Kauczinski hakte die Aufstiegsträume ab: „Wenn man die Ergebnisse sieht und man in so einem Spiel nicht da ist, dann muss man darüber nicht mehr reden.“
Schweinfurt ist erster Absteiger, Essen greift an
Während oben alles eng bleibt, herrscht in Schweinfurt Klarheit: Der 1. FC Schweinfurt 05 steht als erster Absteiger fest. Trainer Jermaine Jones fand deutliche Worte: „Jetzt gehen wir runter, wir müssen aber auch in den Spiegel schauen und sagen, die Fehler, die wir machen individuell, da wirst du in der 3. Liga nicht überleben. “Rot-Weiß Essen festigte mit dem 3:1 Platz 2 und schaut nach der 60-Punkte-Marke nach vorn. Trainer Uwe Koschinat brachte die Zielrichtung auf den Punkt: „Jetzt ist die 60-Punkte-Marke gefallen und wir haben noch sechs Spiele, insofern ist die Zielsetzung klar. Jetzt wollen wir voll angreifen.“ [red]
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |