22.000 Besuchende beim Internationalen Festival "Mannheimer Sommer"
- Mannheimer Sommer Festivalteam: Albrecht Puhlmann (Intendant Oper), Julia Warnemünde (Festivaldramaturgin), Jan Dvořák (Künstlerischer Leiter), Cordula Demattio (Chefdramaturgin Oper), Jakob Kotzerke (Künstlerischer Leiter).
- Foto: Natalie Grebe
- hochgeladen von Karin Hoffmann
Mannheim. Am Sonntag ging das internationale Festival für Musik und Theater »Mannheimer Sommer« mit der Vorstellung »Die Zauberflöte« zu Ende. Unter dem Motto »Lasst euch entgrenzen!« eroberten 11 Tage lang, vom 18. bis 28. Juni, 25 Produktionen die Bühnen des Nationaltheaters sowie neue Orte in der Stadt. Zusätzlich standen Pop-Up-Konzerte, Nachgespräche und Partys auf dem Programm. Mit einer Gesamtauslastung von 91% und insgesamt rund 22.000 Besuchenden war die diesjährige Ausgabe des biennal stattfindenden Festivals die bisher erfolgreichste seit seinem Start 2018.
»Wir sind überglücklich und sehr dankbar«, so die beiden Festivalleiter Jan Dvořák und Jakob Kotzerke. »Eine wunderbare Bestätigung unseres Konzepts, das Musiktheaterfestival konsequent um neue Formate zu erweitern und damit möglichst viele Menschen einzuladen, sich auf all die schönen Dinge einzulassen, die manchmal jenseits der Grenze des bisher Gekannten sind«, freut sich Dvořák. Kotzerke erläutert: »Wir haben mit unter anderem der Friedenskirche, mit dem Technoseum, dem Planetarium und dem VfR Stadion ganz bewusst Spielorte jenseits unserer großen Bühne im OPAL gesucht und sind in die Stadt gegangen. Die von uns für diese Mannheimer Orte entwickelten künstlerischen Programme sind aufgegangen und fanden beim Publikum sehr positive Resonanz«.
»Gleich vom allerersten Moment an, mit der Performance von 400 Schülerinnen und Schülern, war unser Publikum mit Neugier und Offenheit dabei«, so die beiden Festivalleiter. Den Auftakt bildete die ausverkaufte und vom Publikum bejubelte Premiere von W.A. Mozarts »Die Zauberflöte« (Regie: Cordula Däuper). Charly Hübner begeisterte zusammen mit dem Ensemble Resonanz bei den ebenfalls ausverkauften Vorstellungen von »Mercy Seat« im Alten Kino Franklin, der traditionelle Maskenball verzauberte nicht nur Sonne und Mond, sondern auch die zahlreichen, phantasievoll verkleidete Gäste. Und die Uraufführungsserie der vier Gewinnerproduktionen aus dem Projektwettbewerb der Oper »To the edges« lud dazu ein, neue Orte zu entdecken und sich auf unkonventionelle, künstlerische Perspektiven einzulassen. Die Vorstellungen von »Lemonade«, Claudio Monteverdis Oper »L’Orfeo« (im Außenspielort Schwetzingen), »Atlas Eclipticalis« im Planetarium und die beliebte Orchesterkaraoke (Mus. Leitung: Jan Dvořák) sowie das Akademiekonzert waren ebenfalls ausverkauft.
Mit rund 63 Veranstaltungen bot der Mannheimer Sommer ein dichtes Programm. Obwohl man am ersten Festivalwochenende die krankheitsbedingte Absage und Verschiebung des Liederabends von Opernstar Diana Damrau verschmerzen und am letzten Wochenende hitzebedingt die »Landschaftsmusik« im Luisenpark verschieben musste, tat dies weder der Stimmung noch dem Publikumszuspruch einen Abbruch. Für beide Veranstaltungen sind jeweils Ersatztermine in Planung.
Mit dem neu gestalteten »Garten der Künste« (Konzept und Design: Anna Kirsch & Bettina Jaugstetter) vor der Interimspielstätte OPAL ist zudem ein Open-Air-Foyer und Spielort für kleinere Formate, wie z.B. Konzerte oder für die beliebten Nach-Tisch Gespräche im Anschluss an die Produktionen, entstanden. Das Publikum nahm die Liegestühle und ansprechend gestalteten Sitzelemente auf den bunten Holzpodien dankbar an und blieb bis spät in die Nacht.
Der »Mannheimer Sommer« ist ein internationales Festival für Musik und Theater, das seit 2018 biennal von der Opernsparte am Nationaltheater Mannheim veranstaltet wird. Das Festival schlägt einen Bogen von Mozart bis Pop, von der Musikmaschine zur großen Oper, vom klassischen Konzert zur inszenierten Party. 2026 zeigte es ein breites Angebot unterschiedlicher Formate, künstlerischer Perspektiven und Genres – von der großen Opernpremiere über ein Streichquintett im Fußball-Stadion oder einen interaktiven Drum-Roboter im Museum bis hin zu Tanzperformances, Premieren, Uraufführungen und Gastspielen. Die nächste Ausgabe findet in der Spielzeit 2027.28 statt.
Der »Mannheimer Sommer« wird maßgeblich gefördert durch die Stadt Mannheim, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie durch die Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim e. V., die Stiftung Nationaltheater Mannheim und die Heinrich-Vetter-Stiftung.red
Weitere Informationen:
Weitere Informationen zum "Mannheimer Sommer" findet man unter: www.nationaltheater-mannheim.de/das-theater/festivals/mannheimer-sommer-2026/
Autor:Karin Hoffmann aus Ludwigshafen |
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